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Praxisbeispiel
Gestaltung eines Arbeitsplatzes für eine Buchhalterin

Es gibt 2 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Arbeitsplatz|(p533203)Arbeitsplatz
  2. Arbeitsplatz|(p533203)Arbeitsplatz

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat eine Sehbehinderung, wodurch sie nicht mehr viel sieht. Deshalb müssen sichtbare Informationen vergrößert und kontrastreich für sie dargestellt werden. Dafür waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Der Bildschirmarbeitsplatz wurde behinderungsgerecht gestaltet und mit einem Bildschirmlesegerät, einem Großbildschirm mit Monitorschwenkarm, einem ergonomischen Arbeitstisch und einem PC mit einer speziellen Vergrößerungssoftware ausgestattet, wodurch die Frau wieder selbstständig arbeiten kann.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 100% vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte durch den Ingenieur-Fachdienst des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Bildungsinstitut.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Sehbehinderung, die zu einer Verringerung des Sehvermögens führt. Behinderungsbedingt müssen deshalb Informationen zur besseren optischen Wahrnehmung vergrößert und kontrastreich dargestellt werden.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau hat eine Ausbildung zur Buchhalterin absolviert. Sie arbeitet seit einigen Jahren bei ihrem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Die Frau arbeitet in einem Büro an einem Bildschirmarbeitsplatz. An ihrem Arbeitsplatz verrichtet sie überwiegend Buchungs- und Schreibarbeiten. Zur Eingabe der relevanten Daten steht ihr ein PC mit einem für die Seheinschränkung zu kleinem Monitor zur Verfügung. Die Möblierung am Arbeitsplatz besteht aus einem Arbeitstisch mit einer nicht verstellbaren Arbeitsfläche.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Zur Eingabe bzw. zur besseren und behinderungsgerechten Wahrnehmung der Bildschirminhalte wurde der vorhandene PC mit einer Vergrößerungssoftware, einem Kameralesesystem (Bildschirmlesegerät) und einem Großbildschirm ausgestattet. Mittels der speziellen Software kann sich die Angestellte die Inhalte auf dem Monitor vergrößert anzeigen lassen. Das eingesetzte Kameralesesystem besitzt eine offene Bauform (Bild 1), einen Kreuztisch zum exakten positionieren der Vorlagen und einen Fußschalter zum Umschalten zwischen PC/Kamera-Bildschirm. Der Kamerakopf ist drehbar und kann so an die unterschiedlichen Vorlagen schnell angepasst werden. Die Mitarbeiterin nutzt das Kameralesesystem, um sich die Inhalte von Vorlagen in Papierformat vergrößert auf dem Monitor darzustellen oder um Formulare auszufüllen. Der eingesetzte Bildschirm ist flimmerfrei und ermöglicht eine kontrastreiche Darstellung. Aufgrund des verringerten Leseabstandes wurde der Monitor mit einem Schwenkarm am Arbeitstisch befestigt. Mit Hilfe des Schwenkarmes kann sich die Mitarbeiterin den Monitor optimal im Sehraum positionieren ohne dabei Zwangshaltungen einzunehmen (Bild 2). Außerdem benötigt sie einen höhenverstellbaren Schreibtisch in Winkelanordnung (Winkel 90 Grad). Aufgrund der Anordnung von Lesetisch und PC ist als Alternative zur Maus ein Trackball zu empfehlen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Sehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Sehen

Referenznummer:

R/PB5332


Informationsstand: 04.06.2018