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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Elektroniker

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann muss einen Rollstuhl nutzen, weshalb er nicht gehen kann und sein Greifraum eingeschränkt ist. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsplatz wurde so gestaltet, dass statische Haltearbeiten beim Einsatz von Werkzeugen vermieden werden können und der eingeschränkte Greifraum durch einen Arbeitstisch sowie die entsprechenden Lagermöglichkeiten ausgeglichen werden kann.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Ausbildung wurde von der Arbeitsagentur und die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Technische Universität.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann ist auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Er ist nicht fähig zu gehen und sein Greifraum ist, bedingt durch die Rollstuhlgebundenheit, eingeschränkt.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte in einem Berufsförderungswerk (BFW) eine Ausbildung zum Elektroniker im Handwerk und arbeitet in einem Institut für technische Informationssysteme und künstliche Intelligenz der Universität in seinem Handwerksberuf in der Instandhaltung.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Elektroniker verwaltet, repariert und wartet die elektronischen Betriebsmittel, wie Computer sowie Mess- und Prüfgeräte. Die beim Messen und Prüfen ermittelten Daten werden von ihm mit dem PC bzw. der EDV technisch erfasst.
Der Arbeitsplatz muss so gestaltet werden, dass statische Haltearbeiten beim Einsatz von Werkzeugen vermieden werden können und der eingeschränkte Greifraum durch einen Arbeitstisch sowie die entsprechenden Lagermöglichkeiten ausgeglichen werden kann.
Der Elektroniker benötigt deshalb:
- einen unterfahrbaren und elektrisch höhenverstellbaren Arbeitstisch
- einen Computertisch mit separatem Monitorschwenkarm zur individuellen Anpassung an den Sehraum
- eine Werkbank mit Drehtisch zum Lagern der Werkzeuge und Messgeräte
- einen Balancer zum Ausgleich der Werkzeugmassen
- Schränke zum Lagern (Bücher und Geräte)
- einen elektrischen Türöffner und -schließer
Der Drehtisch muss in der Mitte der Werkbank angebracht werden. Der Drehtisch ermöglicht dem Elektroniker ein einfaches Ablegen und Aufnehmen des benötigten Werkzeuges oder Messgerätes.
Der Balancer muss an der Querschiene einer Aufbaueinheit angebracht werden, die an der Werkbank installiert werden muss.
Da der Einsatz eines Paternosterschrankes (Umlaufregales) wegen der zu geringen Deckenbelastbarkeit nicht möglich ist, werden verschließbare Schränke mit Querrollladen eingesetzt, deren Ablageflächen innerhalb des eingeschränkten Greifraumes des Elektronikers liegen.
Die Tür des Arbeitsraumes muss aus Sicherheitsgründen verschlossen sein. Der Elektroniker kann sie durch einen elektromagnetischen Türöffner mit einer Fernbedienung öffnen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5146


Informationsstand: 17.05.2006