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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Sachbearbeiterin

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau hat eine Wirbelsäulenerkrankung, weshalb ihre Wirbelsäule schmerzhaft versteift und sie Probleme beim Sitzen und beim Beugen des Oberkörpers hat. An ihrem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Da sie ausschließlich in stehender Körperhaltung arbeiten kann wurde ihr Arbeitsplatz mit entsprechenden ergonomischen Büromöbeln, wie beispielsweise behinderungsgerechte Arbeitstische und einem Stehsitz%%%TECHIL%%%SUC%%%Stehsitz|>|, ausgestattet, die ihr ein beschwerdefreies Arbeiten ermöglichen.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Dienstleister bzw. eine Verwaltungsgemeinschaft. In der Verwaltungsgemeinschaft führen sieben Mitarbeiter die Gemeindeverwaltung für drei Gemeinden als Dienstleistung aus.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Wirbelsäulenerkrankung. Es liegen schmerzhafte Versteifungen der Wirbelsäule vor, die das Sitzen nur eingeschränkt und das Beugen des Oberkörpers bei der Arbeitsausführung nicht ermöglichen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Die Frau ist Industriekauffrau und arbeitet seit einigen Jahren als Sachbearbeiterin für Personalwesen mit 30 Wochenstunden bei ihrem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Zur Ausführung der Büro- und Schreibtätigkeiten am PC stehen der Sachbearbeiterin keine behinderungsgerechten Büromöbel zur Verfügung. Die vorhandenen Büromöbel sind nur für eine rein sitzende Tätigkeit geeignet.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Arbeitsplatz der Sachbearbeiterin wurde behinderungsgerecht gestaltet, damit sie ihre Tätigkeit weiter ausüben kann.
Da sie ausschließlich in stehender Körperhaltung arbeiten kann wurden deshalb folgende Hilfsmittel angeschafft:
- ein höhenverstellbarer Arbeits- bzw. Schreibtisch mit Unterschrank (fährt mit dem Tisch nach oben und hilft somit bei der Vermeidung von Bückbewegungen zur Entnahme oder Ablage),
- ein Stehsitz als Stehhilfe (zur Entlastung und Stützung bei langer Stehtätigkeit) und
- ein Monitorschwenkarm sowie ein Konzepthalter (zur optimalen Positionierung des Monitors und der Schriftstücke im Sehraum und zur Vermeidung von nicht ergonomischen Arbeitshaltungen).

Arbeitsumgebung:

Die Sachbearbeiterin muss sich in ihren Pausen hinlegen können. Dafür wurde eine medizinische Liege angeschafft. Der Raum für die Liege befindet sich neben dem Büro der Sachbearbeiterin. Da dieser Raum als Besprechungszimmer dient, muss die Liege verdeckt werden wenn sie nicht benutzt wird.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB4000


Informationsstand: 16.03.2009