Inhalt

Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen auszubildenden Hörfunkdokumentar

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann kann behinderungsbedingt nur sehr schlecht sehen. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Hilfsmittel nötig, damit er seine Ausbildung erfolgreich abschließen konnte.

Was wurde gemacht?

Es wurde ein Bildschirmlesegerät zum Auswerten des Arbeitsmaterials auf einem neu angeschafften Großbildschirm eingerichtet. Der Großbildschirm verfügt über einen Monitorschwenkarm und besitzt eine spezielle Vergrößerungssoftware. Eine Eingabesoftware ermöglicht es ihm, durch ein Headset den zu schreibenden Text durch bloßes Sprechen einzugeben. Die Hilfsmittel haben ihm den Abschluss der Ausbildung ermöglicht und er konnte selbstständig seine Aufgaben bewältigen.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Kosten für die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung und Ausbildung wurden von der Arbeitsagentur getragen. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst (TBD) der Arbeitsagentur.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann ist stark sehbehindert. Er kann optische Informationen nur sehr eingeschränkt wahrnehmen.

Ausbildung:

Der Mann absolvierte eine Ausbildung zum Dokumentar bzw. Hörfunkdokumentar.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für sehbehinderte Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Für die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung musste der Bildschirmarbeitsplatz, zum Ausgleich der Sehbehinderung, angepasst bzw. mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet werden.
Im Rahmen der Ausbildung musste der Auszubildende in erheblichem Umfang Lehrmaterial in Schwarzschrift in eine für ihn lesbare, also vergrößerte oder in hörbare Form, bringen. Die Anschaffung eines Scanners mit optischer Texterkennung war deshalb notwendig. Nach dem Scannen konnte sich so der Auszubildende die Texte über eine Soundkarte und Lautsprecher akustisch ausgeben oder durch eine Software vergrößert auf dem ebenfalls neuen Großbildschirm darstellen lassen.
Da der Auszubildende im Rahmen seiner Ausbildung beim Rundfunk zahlreiche Informationen (Fotos, Bilder, Grafiken usw.) in Papierformat auswerten musste, war die Anschaffung eines Bildschirmlesegerätes (Kameralesegerät) erforderlich. Mit Hilfe des Bildschirmlesegerätes konnte sich der Auszubildende die entsprechend vergrößerten Informationen am Großbildschirm des Computers ansehen.
Die Ausbildungsberichte bzw. Hausaufgaben während der theoretischen Ausbildung, darunter eine große Hausarbeit für die Erlangung des Abschlusszertifikates, konnte der Auszubildende nur mit Hilfe eines Computers, entsprechender Vergrößerungssoftware, Sprachausgabe, Spracheingabe, Großbildschirm, Monitorschwenkarm und Drucker bewältigen.
Die Kombination von Großschrift, Sprachausgabe und Spracheingabe (mittels Head Set) ermöglichte dem Auszubildenden ein schnelleres Arbeiten und erlaubte Ruhephasen für die Augen während der Arbeit. Der Auszubildende musste im Gebrauch der Hilfsmittel, Hard- und Software ausreichend geschult werden, um den größtmöglichen Nutzen aus seiner Arbeitsplatzausstattung ziehen zu können.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Sehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Sehen

Referenznummer:

R/PB1164


Informationsstand: 04.06.2018