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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Mechaniker

Wo lag die Herausforderung?

Behinderungsbedingt muss der Mann orthopädische Schuhe tragen. Zudem hat er Probleme zu knien, zu hocken und sich vorzubeugen, weshalb er diese Körperhaltungen vermeiden sollte. Diesen Umständen entsprechend musste der Arbeitsplatz des Mannes angepasst werden.

Was wurde gemacht?

Es wurden eine hydraulischen Hebebühne zur Aufnahme von Gabelstaplern und ein Scherenhubtisch zur Reparatur und Wartung von Elektro- und Handgabelhubwagen sowie sonstigen Transportfahrzeugen angeschafft. Die Hilfsmittel sorgen dafür, dass der Mann keine Zwangshaltungen mehr einnehmen muss.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Unternehmen mit 150 Mitarbeitern, dass Pappe für Kartons herstellt. Von den 150 Mitarbeitern sind 9 schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

- Verlust der Zehen und des Mittelfußes links
- leichte Fehlstellung des Stumpfes
- Muskelminderung des linken Unterschenkels
- Hüft- und Kniegelenkserkrankung rechts
- Schultererkrankung rechts
Als Folge der Vorderfußamputation muss der Mann orthopädische Schuhe tragen. Er hat erhebliche Probleme bei Arbeiten im Knien, in der Hocke und mit vorgebeugtem Oberkörper. Bestimmte Köperhaltungen bei der Ausübung der Tätigkeit müssen deshalb vermieden werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50. Der Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen G.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Mechaniker bei seinem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mechaniker wird für die Instandhaltung von Fahrzeugen, Transportgeräten und Hebezeugen eingesetzt. Zum Beispiel muss an den Gabelstaplern mit Dieselantrieb alle drei Wochen ein Ölwechsel durchführt werden. Die größten im Einsatz befindlichen Gabelstapler wiegen ca. 5.000 kg und haben bei eingefahrenem Mast eine Höhe von 3 m.
Die Reparatur- und Wartungsarbeiten erfordern regelmäßiges Arbeiten in hockender oder gebeugter Körperhaltung, was bei dem schwerbehinderten Mechaniker zu Schmerzzuständen und verringerter Standsicherheit führt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Zur behindertengerechten Gestaltung und damit zur Vermeidung von Arbeiten in Zwangshaltungen (knien oder hocken) sind folgende technische Hilfsmittel erforderlich:
- hydraulischen Hebebühne (Tragfähigkeit größer 5000 kg) zur Aufnahme von Gabelstaplern
- Scherenhubtisches zur Reparatur und Wartung von Elektro- und Handgabelhubwagen sowie sonstigen Transportfahrzeugen

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Knien
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - wiederholte Kniebeugen
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Hocken
  • ERGOS - Knien
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Bein-/Fußbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Fußgeschicklichkeit)
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Knien/Hocken
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • MELBA - Feinmotorik

Referenznummer:

R/PB5318


Informationsstand: 15.09.2005