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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Kraftfahrer

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Wirbelsäulenerkrankung und arbeitet als Lkw-Fahrer. Behinderungsbedingt sollten starke sowie häufige Stöße und Schwingungen vermieden werden - was durch den vorhandenen älteren Fahrersitz nicht möglich war.

Was wurde gemacht?

Zur Kompensation der Belastungen für die Wirbelsäule wurde ein orthopädischer, luftgefederter und verstellbarer Fahrersitzangeschafft, der die Schwingungen sowie Stöße dämpft und zusätzlich über eine verstellbare Lordosenstütze verfügt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von der Arbeitsagentur gefördert, da der Mann vorher arbeitslos war. Die Arbeitsagentur zahlt dem Unternehmen außerdem einen Eingliederungszuschuss als monatlichen Lohnkostenzuschuss - dies ist bis zu drei Jahren nach der Einstellung von Menschen mit Behinderungen möglich. Die Beratung zur behinderungsgerechten Gestaltung erfolgte durch den Technischen Beratungsdienst der Arbeitsagentur.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen.

Unternehmen:

Das Unternehmen ist eine Spedition.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Wirbelsäulenerkrankung und ist schwerbehindert. Er sollte deshalb nicht starken sowie häufigen Stößen und Schwingungen ausgesetzt werden. Außerdem sollte seine Wirbelsäule bei einer sitzenden Tätigkeit gestützt werden.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Kraftfahrer beim Unternehmen und wurde vor kurzer Zeit neu eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann fährt einen schon etwas älteren 40 Tonnen Lkw mit Tandem-Anhänger. Es werden überwiegend Sand, Kies und Erde für den Straßenbau gefahren. Im Nahverkehr mit zum Teil schwierigen Straßenverhältnissen werden jährlich bis 60.000 km gefahren. Hierbei entstanden erhebliche Belastungen der Wirbelsäule durch Schwingungen, Stöße und die nicht vorhanden Stützung des Oberkörpers bzw. der Wirbelsäule bei der sitzenden Tätigkeit, die mit dem vorhandenen älteren Seriensitz nicht kompensiert werden konnten. Zur Kompensation wurde deshalb ein orthopädischer, luftgefederter und verstellbarer Fahrersitz angeschafft, der die Schwingungen sowie Stöße dämpft und zusätzlich über eine verstellbare Lordosenstütze verfügt. Der Fahrer kann so seine Tätigkeit weiter, ohne größere Belastungen für die Wirbelsäule, ausüben.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Tragen
  • IMBA - Vibration/Erschütterungen

Referenznummer:

R/PB3070


Informationsstand: 19.04.2021