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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung an einer CNC-Drehmaschine

Es gibt 2 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. CNC-Drehmaschine|(p529102)Greifräume
  2. CNC-Drehmaschine|(p529102)Greifräume

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Querschnittlähmung, weshalb er nicht gehen kann und einen Rollstuhl nutzen muss sowie einen eingeschränkten Greifraum hat. Es waren an seinem Arbeitsplatz entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Damit der Mitarbeiter weiterhin in seinem Beruf beschäftigt werden kann, wurde eine CNC-Drehmaschine angeschafft. Die CNC-Programmierung erfolgt durch ihn direkt am Maschinenbedienpult. Der Mann ist aufgrund eines Podests in der Lage die leichten Werkstücke mit der linken Hand dem Spannbackenfutter zuzuführen, mit der rechten Hand betätigt er den Druckschalter für das pneumatische Spannfutter.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Querschnittslähmung. Er ist, da er nicht fähig ist zu gehen, auf die ständige Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Durch das Sitzen im Rollstuhl ist sein Greifraum eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Feinmechaniker und arbeitet als Dreher bei seinem Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Feinmechaniker arbeitete vor seiner Querschnittslähmung überwiegend an einer konventionellen Drehmaschine. Dabei erforderte das Ein-Auspannen, manuelle Spannen, Werkzeugwechseln und Messen der Werkstücke eine stehende, zeitweise stark nach vorne gebeugte Körperhaltung. Da der Mitarbeiter behinderungsbedingt auf die Benutzung eines Rollstuhles angewiesen ist, kann er die konventionelle Drehmaschine, aufgrund des eingeschränkten Greifraumes, nicht mehr bedienen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Damit der Mitarbeiter weiterhin in seinem Beruf beschäftigt werden kann, wurde eine CNC-Drehmaschine angeschafft. Die CNC-Programmierung erfolgt durch ihn direkt am Maschinenbedienpult (Bild 1). Dabei werden neben den geometrischen und technischen Daten die für den jeweiligen Bearbeitungsablauf erforderlichen Werkzeuge vorbestimmt. Der Bearbeitungsprozess wird auf dem Bildschirm simuliert. Das Maß von der Unterkante der Drehmaschine bis Spindelmitte beträgt 1010 mm. Unter Beachtung der im Bild 2 dargestellten Greifräume ist der Mitarbeiter bei Absenkung der Maschine um 6 cm in den Boden oder Bereitstellung eines 6 cm hohen Podestes in der Lage, die leichten Werkstücke mit der linken Hand dem Spannbackenfutter zuzuführen. Die rechte Hand betätigt den Druckschalter für das pneumatische Spannfutter. Nach dem Programmier- und Spannvorgang erfolgt die vollautomatische Bearbeitung, die in Abhängigkeit von der Größe und Geometrie der Werkstücke nur einige Minuten beträgt. Nach dem Bearbeitungsprozess können die fertigen Werkstücke ohne Probleme der Maschine bzw. aus dem Spannfutter entnommen werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB5291


Informationsstand: 24.05.2006