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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Technischen Zeichner

Wo lag die Herausforderung?

Dem Mann wurde der rechte Unterschenkel amputiert, weshalb seine Gehfunktion und seine Körperhaltung während der Arbeit eingeschränkt sind. Am Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Da er mit seiner momentanen Tätigkeit nicht ausgelastet ist, soll er zusätzlich Aufgaben in der Arbeitsvorbereitung übernehmen und für die gesamte Auftragsabwicklung zuständig sein. Ein Arbeitsplatz dieser Art besteht bisher in dem Unternehmen nicht und wurde deshalb neu für ihn eingerichtet. Um dem Mitarbeiter die langen Wege im Betrieb zu ersparen, ist die Vernetzung der CNC-Maschinen mit dem Programmierplatz in der Arbeitsvorbereitung vorgesehen. Sein Arbeitsplatz wurde zudem mit ergonomischen Arbeitstischen und Bürostühlen ausgestattet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde zu 55% vom Integrationsamt gefördert. Der Arbeitgeber erhielt zusätzlich von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschusses über drei Jahre, da der Mitarbeiter vorher arbeitslos war.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Das Kleinunternehmen fertigt Stahlkonstruktionen und Bauteile für Maschinen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Dem Mann wurde der rechte Unterschenkel amputiert (Gliedmaßenverlust). Behinderungsbedingt ist die Gehfunktion und die Körperhaltung während der Arbeit eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50. Der Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist gelernter Bohrwerksdreher. Aufgrund der Behinderung wurde er zum Technischen Zeichner umgeschult. Nach einer Zeit ohne Beschäftigung wurde der Mann neu von seinem Arbeitgeber eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Technische Zeichner wird in der Arbeitsvorbereitung eingesetzt. Dort schreibt er an einem PC die Programme für die drei CNC-gesteuerten Bohrwerke und erstellt die entsprechenden technischen Zeichnungen dazu. Da er mit dieser Tätigkeit nicht ausgelastet ist, soll er zusätzlich Aufgaben in der Arbeitsvorbereitung (Arbeitsbegleitkarten erstellen, Materialbeschaffung usw.) übernehmen und für die gesamte Auftragsabwicklung zuständig sein. Ein Arbeitsplatz dieser Art besteht bisher in dem Unternehmen nicht und muss daher für ihn neu eingerichtet werden.
Aufgrund des umfangreichen Arbeitsgebietes und der häufig kurzfristig wechselnden Tätigkeiten benötigt der Mitarbeiter zwei PC-Anlagen, um z. B. das Programmierprogramm nicht verlassen zu müssen, wenn kurzfristig mit dem CAD-Programm Abrechnungen oder Stücklisten zu erstellen oder Arbeitsbegleitkarten auszudrucken sind.
Um dem Mitarbeiter die langen Wege im Betrieb zu ersparen, ist die Vernetzung der CNC-Maschinen mit dem Programmierplatz in der Arbeitsvorbereitung vorgesehen. Die von ihm erstellten Programme können somit direkt in den Arbeitsspeicher der Maschinen überspielt und müssen nicht mehr direkt an den Maschinen eingelesen werden.
Benötigt werden für den neuen Arbeitsplatz ebenfalls ergonomische Büromöbel.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB4644


Informationsstand: 29.04.2009