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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Auszubildenden bei einer Stadtverwaltung

Wo lag die Herausforderung?

Der Jugendliche hat behinderungsbedingt Einschränkungen des Nah- und Weitsehvermögens, weshalb er Buchstaben und Symbole nur schlecht erkennen kann. Außerdem sollte er gleichbleibende Körperhaltungen vermeiden. An seinem späteren Arbeitsplatz waren entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

In seiner Ausbildung wurden dem Jugendlichen ein Großbildschirm und eine Software zur Vergrößerung bereitgestellt. Um Papiervorlagen lesen zu können, wurde ihm außerdem ein Lesegerät zur Verfügung gestellt. Aufgrund der Wirbelsäulenerkrankung wurde ein ergonomischer Bürostuhl und ein höhenverstellbarer Arbeitstisch zur Verfügung gestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung wurde von der Arbeitsagentur gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst (TBD) der Arbeitsagentur.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Arbeitsagenturen.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Stadtverwaltung.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine Augenlinsentrübung bzw. eine hochgradige Beeinträchtigung des Nah- und Weitsehvermögens. Er kann deshalb optische Informationen, wie z. B. Buchstaben und Symbole, nur eingeschränkt wahrnehmen. Außerdem liegt bei dem Jugendlichen eine Wirbelsäulenerkrankung vor. Deshalb sollten statische Arbeitshaltungen vermieden werden.

Ausbildung und Beruf:

Der Jugendliche erhielt nach seinem Schulabschluss und dem Bewerbungsverfahren einen Ausbildungsplatz als Verwaltungsfachangestellter bei der Stadtverwaltung.
In REHADAT finden Sie auch Ausbildungseinrichtungen für sehbehinderte Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Während der Ausbildungszeit soll der Jugendliche in verschiedenen Bereichen der Verwaltung an wechselnden Arbeitsplätzen eingesetzt werden. Damit ihm die Bedienung der an den einzelnen Arbeitsplätzen vorhandenen Computer möglich wird, muss für ihn ein Großbildschirm und eine Software zur Vergrößerung bereitgestellt werden. Der Monitor wird anstelle des vorhandenen Monitors an den jeweiligen PC angeschlossen und zusätzlich jeweils eine Vergrößerungssoftware installiert.
Weiterhin benötigt der Auszubildende ein Lesegerät, mit dessen Hilfe er Papiervorlagen lesen kann. Dieses Gerät besteht aus einer Kameraeinheit mit beweglichem Lesetisch sowie Anschlussschnittstelle an den Monitor, d.h. das Auslesen erfolgt über das gleiche Medium, wobei zwischen Lesegerät und Monitor umgeschaltet werden kann.
Auf Grund der Wirbelsäulenerkrankung muss ein ergonomischer Bürodrehstuhl und ein höhenverstellbarer Schreibtisch, der ein Arbeiten in einer sitzenden oder stehenden Körperhaltung ermöglicht, zur Verfügung gestellt werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Sehen
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Sehen
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB2677


Informationsstand: 04.06.2018