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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Hausmeister und Friedhofsgärtner

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung bzw. eine künstliche Herzklappe. Ihm ist es nicht möglich über einen längeren Zeitraum Lasten über 5 Kilogramm zu heben oder zu tragen. Er benötigt deshalb entsprechende Hilfsmittel an seinem Arbeitsplatz.

Was wurde gemacht?

Das Rasenmähen bereitet dem Mitarbeiter keine Probleme und kann deshalb mit einem Nachlauf-Rasenmäher ausgeführt werden. Aufgrund der Größe des Friedhofsgeländes und der Hanglange ist es dem Mitarbeiter behinderungsbedingt nicht möglich Abfall, Erde, Pflanzgut und Kübelpflanzen zu tragen oder mit einer konventionellen Schubkarre zu transportieren. Zur Ermöglichung des Transportes wurde deshalb eine elektromotorisch angetriebene Schubkarre angeschafft.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Kirchengemeinde.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Herz-Kreislauferkrankung bzw. eine künstliche Herzklappe. Ihm ist es nicht möglich über einen längeren Zeitraum Lasten über fünf Kilogramm zu heben oder zu tragen. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 30 - er ist Menschen mit Schwerbehinderung gleichgestellt.

Beruf:

Der Mann arbeitet überwiegend als Hausmeister und Friedhofsgärtner beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mitarbeiter ist für die Pflege der Außenanlagen und das Räumen sowie Streuen im Winter verantwortlich. Zum Friedhofsgelände gehört eine ca. 5000 Quadratmeter große Grünfläche mit bis zu 100 Quadratmeter großen Rasenabschnitten, die gemäht werden müssen - gemäht muss ebenso an Gehwegen, Grabbegrenzungen und Grabzwischenflächen. Im Herbst muss auf diesen Flächen auch das Laub entfernt werden. Im Rahmen der Grabpflege sind Erde sowie Pflanzen zu transportieren und Gräber sowie Kübelpflanzen zu gießen. Das Rasenmähen bereitet dem Mitarbeiter keine Probleme und kann deshalb mit einem Nachlauf-Rasenmäher ausgeführt werden. Aufgrund der Größe des Friedhofsgeländes und der Hanglange ist es dem Mitarbeiter behinderungsbedingt nicht möglich Abfall, Erde, Pflanzgut und Kübelpflanzen zu tragen oder mit einer konventionellen Schubkarre zu transportieren bzw. zu schieben. Zur Ermöglichung des Transportes wurde deshalb eine elektromotorisch angetriebene Schubkarre angeschafft. Diese kann Steigungen bis zu 40 Prozent bewältigen und hat eine Betriebsdauer von ca. neun Stunden. Das ständige Hin- und Herfahren stellt nun für den Mitarbeiter keine körperliche Belastung mehr da. Er kann die Transportarbeiten wieder selbständig erledigen und ist nicht mehr auf die Hilfe eines Kollegen angewiesen. Ein weiterer Vorteil entsteht durch die sehr geringe Geräuschentwicklung beim Gebrauch der Elektroschubkarre, was besonders für den Einsatz auf dem Friedhofsgelände wichtig ist. Da das fast wartungsfreie Gerät sehr schmal gebaut ist, kann es auch auf schmalen Wegen und in Grabzwischenräumen eingesetzt werden. Für das Grundmodell mit der elektrischen Leichtgutschüttmulde (z. B. für den Transport von Erde, Laub und Abfall) wurde auch der adaptive Multilader (Sackkarrenprinzip) und das Schneeräumschild angeschafft. Mit dem Multilader können fest Gegenstände wie Kübelpflanzen, Säcke oder Wasserbehälter transportiert und mit dem Schneeräumschild die Wege ohne größere Belastungen vom Schnee befreit werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

Pb/110705


Informationsstand: 08.10.2010