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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für eine Frau in der Wäscherei

Wo lag die Herausforderung?

Bei körperlichen Arbeiten kommt es erkrankungsbedingt zu Schmerzzuständen. Die Frau sollte deshalb nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die ein häufiges sowie schweres Heben und Tragen erfordern. Ihr Arbeitsplatz in der Wäscherei musste mit entsprechenden Hilfsmitteln ausgestattet werden.

Was wurde gemacht?

In der Wäscherei ist die Frau für die Bewohner- und Hauswäsche zuständig. Zur Verringerung der Belastungen wurden zwei elektromotorisch höhenverstellbare Arbeitstische, ein fahrbarer Sattelstuhl und drei Federbodenwagen angeschafft. Außerdem wurde der Trockner zum leichteren Befüllen und Entnehmen der Wäsche auf einen Sockel gestellt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrations- bzw. Inklusionsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Seniorenzentrum zu dem ein Pflegeheim und eine Wohnanlage für betreutes Wohnen gehören.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Die Frau hat eine Hüftgelenks-, Wirbelsäulen- und Sprungelenkserkrankung. Bei körperlichen Arbeiten kommt es erkrankungsbedingt zu Schmerzzuständen. Die Frau sollte deshalb nicht für Tätigkeiten eingesetzt werden, die ein häufiges sowie schweres Heben und Tragen erfordern. Dies gilt besonders für die Einnahme bestimmter Körperhaltungen (z. B. das Bücken und Stehen) bei der Tätigkeitsausführung. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 40. Die Frau wurde von der Arbeitsagentur mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt.

Beruf:

Die Frau ist gelernte Köchin. Sie arbeitete zunächst im Hauswirtschaftsbereich in der Küche und wurde später aus gesundheitlichen Gründen in die Wäscherei des Seniorenzentrums versetzt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

In der Wäscherei ist die Frau für die Bewohner- und Hauswäsche zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören:
- das Befüllen und Entleeren der Waschmaschinen, Wäscheschleudern und Trockner,
- das Bügeln und Falten der Wäsche sowie
- das Ablegen der fertigen Wäsche in Transportwagen.
Zur Verringerung der Belastungen wurden zwei elektromotorisch höhenverstellbare Arbeitstische zum Wäscheablegen sowie -falten, ein fahrbarer Sattelstuhl zum Sitzen bzw. Wechseln der Körperhaltung beim Bügeln sowie Falten der Wäsche und drei Federbodenwagen zum Ablegen und Transportieren der nassen sowie trockenen Wäsche angeschafft. Außerdem Wurde der Trockner zum leichteren Befüllen und Entnehmen der Wäsche auf einen Sockel gestellt. Durch die eingesetzten Hilfsmittel und die bauliche Veränderung werden stark belastende Körperhaltungen wie z. B. das Bücken, Beugen und lange Stehen beim Heben, Bügeln und Falten der Wäsche durch die mögliche Einnahme einer ergonomischen Arbeitshaltung vermieden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

Pb/110775


Informationsstand: 30.11.2012