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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Gabelstaplerfahrer in einem Betonwerk

Es gibt 3 Abbildungen zu diesem Praxisbeispiel:

  1. Arbeitsplatz|(p531302)Bedienlemente|(p531303)Rampe
  2. Arbeitsplatz|(p531302)Bedienlemente|(p531303)Rampe
  3. Arbeitsplatz|(p531302)Bedienlemente|(p531303)Rampe

Wo lag die Herausforderung?

Der Gabelstaplerfahrer ist querschnittgelähmt, weshalb er einen Rollstuhl nutzen muss, sein Greifraum eingeschränkt ist und er Bedienelemente nicht mit den Füßen betätigen kann. Der neue Gabelstapler muss deshalb entsprechend angepasst und das Umsetzen vom Rollstuhl auf den Fahrersitz ermöglicht werden.

Was wurde gemacht?

Der neue Gabelstapler wurde behinderungsgerecht komplett auf Handbedienung angepasst. Damit der Mitarbeiter selbstständig von seinem Rollstuhl aus in den Gabelstapler umsetzen kann, war der Bau einer Rampe in der Werkshalle erforderlich.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- bzw. Inklusionsamtes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter.

Unternehmen:

Das Unternehmen ist eine Betonfabrik, die z. B. Betonrohre sowie Beton- und Pflastersteine herstellt.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat seit einem privaten Autounfall eine Querschnittslähmung und ist auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Sein Greifraum sowie seine Mobilität sind eingeschränkt, und er ist nicht fähig Bedienelemente mit den Füßen zu betätigen.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat eine Ausbildung zum Landwirt absolviert. Nach dem Unfall suchte er sich eine andere Tätigkeit als Gabelstaplerfahrer, in der er nun seit vielen Jahren bei der Betonfabrik beschäftigt ist.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mitarbeiter transportiert Paletten mit Betonsteinen von der Halle auf den Hof und auf die LKW, die die Ware abholen (Bild 1). Manchmal möchte die Kundschaft auch nur ein Muster eines Pflastersteins mitnehmen. Dann kehrt der Mann mit einer einzigen Platte zwischen den Gabelträgern seines Staplers zurück und übergibt den Musterstein. Dem Mitarbeiter steht ein neuer Gabelstapler mit Klimaanlage zur Verfügung, der behinderungsgerecht komplett auf Handbedienung umgebaut worden ist. Der Gabelstapler ist mit drei Joysticks ausgestattet, mit denen die zahlreichen Funktionen kontrolliert werden (Bild 2). Neben dem Vorwärts- und Rückwärtsgang gehören dazu das Heben und Senken der Gabel, das Spreizen und Greifen der Gabelträger sowie sechs weitere Funktionen. Weil der Mitarbeiter die linke Hand zum Lenken braucht und die Füße nicht benutzen kann, bleibt nur die rechte Hand übrig, um die nebeneinander angebrachten Steuerknüppel zu bedienen.

Arbeitsumgebung:

Damit der Mitarbeiter selbstständig von seinem Rollstuhl aus in den Gabelstapler umsetzen kann, war der Bau einer Rampe in der Werkshalle erforderlich (Bild 3). Der Mann stellt den Gabelstapler eng neben der Rampe ab und muss einfach nur auf einer Ebene vom Sitz des Gabelstaplers auf den Sitz des Rollstuhls umsetzen und umgekehrt.

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Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen

Referenznummer:

R/PB5313


Informationsstand: 03.08.2021