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Praxisbeispiel
Job in einer Kindertagesstätte über das Budget für Arbeit

Es gibt eine Abbildung zu diesem Praxisbeispiel:
Kita-Mitarbeiterin Melanie Hilpert

Wo lag die Herausforderung?

Die Frau wollte gerne auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, entsprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen, tätig sein.

Was wurde gemacht?

Sie wurde im Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) qualifiziert und bereits während dieser Zeit für ein Praktikum an die Kindertagesstätte vermittelt. Direkt im Anschluss an die Zeit im Berufsbildungsbereich erhielt sie dann mit Hilfe des Budgets für Arbeit eine Festanstellung als Hilfskraft bei der Kindertagesstätte.

Das Interview können Sie unten über den Reiter dazu öffnen.

Schlagworte und weitere Informationen

Mit dem Budget für Arbeit werden Menschen mit Behinderung beim Übergang von der WfbM auf den ersten Arbeitsmarkt und Unternehmen gefördert sowie unterstützt.

Die Unterstützung kann dabei bedarfsorientiert durch verschiedene Betreuungsleistungen erfolgen, z. B. durch einen Jobcoach.

Die Förderung durch das Budget für Arbeit erfolgt durch die Behörde, die für die Leistungen im Arbeitsbereich der WfbM zuständig ist. In der Regel ist das der Träger der Eingliederungshilfe. Zur Förderung durch das Budget für Arbeit gehört auch ein Lohnkostenzuschuss, der an Unternehmen gezahlt wird.

Arbeitgeber:

Die Kindertagesstätte kann bis zu 40 Kinder, im Alter vom ersten bis sechsten Lebensjahr, aufnehmen. Der Träger der Kindertagesstätte ist die Ortsgemeinde.
Die Kita stelle eine Hilfskraft über das Budget für Arbeit neu ein, die vorher in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) beschäftigt war.

Übergang Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Melanie Hilpert arbeitet seit dem 1. Juni 2011 in einem durch das Budget für Arbeit geförderten Arbeitsverhältnis in der Kindertagesstätte "Heidschnucke" in Baalborn. Schon während ihrer Berufsbildungsmaßnahme in den Westpfalz-Werkstätten Kaiserslautern-Siegelbach hatte sie dort im Praktikum gestartet. Der Wechsel in ein durch das Budget für Arbeit gefördertes Arbeitsverhältnis erfolgte direkt im Anschluss an ihre Berufsbildungszeit.

Das folgende Interview führte Karsten Lutz, der als Fachkraft für betriebliche Inklusion in den Westpfalz-Werkstätten Landstuhl tätig ist, mit Frau Hilpert:

Wie war es in der Werkstatt für behinderte Menschen für Sie?

Schon komisch am Anfang! Dann wurde es ein bisschen besser. Ich kannte ein paar von der Schule her, habe aber auch neue Menschen kennengelernt.

Wie kamen Sie an das Budget für Arbeit?

Ich wollte in den Kindergarten in meinem Wohnort. Die haben mich nicht genommen. Dann hat die Werkstatt im Nachbarort Baalborn im Kindergarten gefragt. Die haben mich genommen. Dann habe ich Praktikum gemacht und Du hast mir geholfen, einen Arbeitsvertrag zu bekommen.

Wie wollen Sie arbeiten?

Weiterhin hier!

Was sind Ihre Aufgaben?

Küche, Geschirr, fegen, putzen und abstauben. Und in der Gruppe mit den Kindern helfen.

War das am Anfang schwer?

Nein, nicht! Als wir den neuen Ofen für das Mittagessen bekommen haben, das war am Anfang schwer.

Was hat sich durch die Arbeit bei Ihnen verändert?

In der Werkstatt war ich stiller. Hier erzähle ich mehr. Ich habe auch mehr Geld. Ich fühle mich wohl hier.

Quelle:

Das Praxisbeispiel wurde REHADAT-Gute Praxis durch das Internet-Angebot budgetfuerarbeit.de zur Verfügung gestellt - welches von Aktion Mensch gefördert wird.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

Pb/111047


Informationsstand: 04.07.2019