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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Sachbearbeiter

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat einen Bandscheibenschaden und eine Schultererkrankung, weshalb er nicht schwer heben sowie tragen und bestimmte Körperhaltungen vermeiden sollte. Dafür waren an seinem Arbeitsplatz entsprechende Hilfsmittel nötig.

Was wurde gemacht?

Zur Reduzierung der Belastungen wurde der Arbeitsplatz des Sachbearbeiters mit einer höhenverstellbaren Schreibtisch-Winkelkombination, einem Stehpult, einem ergonomischen Bürodrehstuhl, einem Rollcontainer, einem Umlaufregal und einem Monitorschwenkarm ausgestattet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Neugestaltung und Ausstattung erfolgt ausschließlich aus behinderungsbedingten Gründen und stellt für den Arbeitgeber keinen Kostenvorteil dar. Allerdings sind die vorhandenen Büromöbel durchaus noch anderweitig einsetzbar. Das Integrationsamt förderte die Arbeitsplatzgestaltung deshalb zu 80%.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Stadtverwaltung mit 126 Mitarbeitern - von den 126 Mitarbeitern sind 10 schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat einen Bandscheibenschaden und eine Schultererkrankung. Er sollte nur eingeschränkt für Tätigkeiten eingesetzt werden, die den manuellen Transport von Lasten und die Einnahme bestimmter Körperhaltungen (z. B. langes Sitzen und häufiges Bücken usw.) erfordern. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 60. Der Schwerbehindertenausweis trägt das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann arbeitet als Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Aufgrund der Behinderung führt die statische Körperhaltung an dem zu niedrigen Schreibtisch zu erheblichen Problemen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates des Sachbearbeiters. Hierzu trägt auch der vorhandene ergonomisch nicht optimal ausgelegte Bürodrehstuhl bei.
Das Holen von Akten, Formularen und sonstigen Unterlagen erfordert bei den vorhandenen Aktenschränken ein häufiges Bücken oder Hochreichen. Diese Bewegungen und Körperhaltungen belasten den Mitarbeiter im hohen Maße.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Zur Reduzierung der Belastungen wurde der Arbeitsplatz des Sachbearbeiters mit:
- einer höhenverstellbaren Schreibtisch-Winkelkombination,
- einem Stehpult,
- einem ergonomischen Bürodrehstuhl,
- einem Rollcontainer
- einem Umlaufregal mit 750 mm Entnahmehöhe und
- einem Monitorschwenkarm
ausgestattet.
Die Anordnung des Flachbildschirmes auf einem höhen- und neigungsverstellbaren Monitorschwenkarm ermöglicht eine exakte Positionierung im optimalen Sehraum. Außerdem ermöglichen die eingesetzten Hilfsmittel einen Wechsel zwischen sitzender sowie stehender Körperhaltung und helfen, wie das Umlaufregal, bei der Vermeidung belastender Bück- und Hochreichbewegungen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

R/PB4530


Informationsstand: 06.03.2009