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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung und Kfz-Anpassung für einen Architekten

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann hat einen operierten Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule, weshalb er statische Körperhaltungen und Belastungen für den Rücken vermeiden sollte. Dafür waren an seinem Arbeitsplatz entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Zur Vermeidung der statischen Körperhaltung bei der Bildschirmarbeit wurden ein höhen- und neigungsverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Bürostuhl angeschafft. Zur Entlastung der Wirbelsäule während der Fahrten zu den Baustellen, wurde der übliche Kfz-Sitz durch einen orthopädischen Fahrersitz ersetzt.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von der Arbeitsagentur gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt ein Architekturbüro.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat einen operierten Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule. Behinderungsbedingt sollten statische Körperhaltungen (z. B. das dauerhafte Sitzen) und Belastungen der Wirbelsäule durch Stöße sowie Schwingungen bei der Tätigkeitsausübung vermieden werden.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Diplom-Ingenieur und arbeitet in der Tragwerksplanung des Architekturbüros.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung (Istzustand):

Der Architekt arbeitet überwiegend an einem Bildschirm- bzw. CAD-Arbeitsplatz im Architekturbüro. Im Rahmen seiner Tätigkeit konstruiert, berechnet und zeichnet er Tragwerke für Gebäude, die das tragende System der Bauwerke bilden. Dabei kam es, durch die lange sitzende Tätigkeit und den nicht verstellbaren Arbeitsstuhl sowie -tisch, zu einer statischen Körperhaltung und somit zu einer erhöhten Belastung der Wirbelsäule.
Außerdem muss er regelmäßig mit seinem Kfz zu den Baustellen fahren und Planmappen, Sicherheitskleidung und Vermessungsgeräte mitnehmen. Bedingt durch die langen Fahrzeiten und das lange Sitzen auf dem üblichen Fahrersitz, kommt es im Bereich der Lendenwirbelsäule zu einer erhöhten Belastung.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung (Sollzustand):

Zur Vermeidung der statischen Körperhaltung bei der Bildschirmarbeit und zur Förderung einer dynamischen und wechselnden (sitzend/stehend) Arbeitshaltung, wurden ein höhen- und neigungsverstellbarer Schreibtisch und ein ergonomischer Bürostuhl angeschafft. Der Bürostuhl ist ebenfalls höhenverstellbar und besitzt eine individuell einstellbare Rückenkonturanpassung mittels Luftkammern, die eine optimale Abstützung der Wirbelsäule ermöglichen.
Zur Entlastung der Wirbelsäule und besonders des Lendenwirbelsäulenbereiches während der Fahrten zu den Baustellen, wurde der übliche Kfz-Sitz durch einen orthopädischen Fahrersitz ersetzt. Der Fahrersitz dämpft Schwingungen sowie Stöße und verfügt zusätzlich über eine verstellbare Lordosenstütze (stützt die natürliche Krümmung der Wirbelsäule) für den Lendenwirbelsäulenbereich.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - Sitzen
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Sitzen
  • IMBA - Tragen
  • IMBA - Vibration/Erschütterungen

Referenznummer:

R/PB1612


Informationsstand: 26.11.2009