Inhalt

Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für zwei Sterilisations-Assistentinnen

Wo lag die Herausforderung?

Eine Frau hat einen Bandscheibenschaden und die andere Frau eine Herz-Kreislauferkrankung. Behinderungsbedingt sollten sie Lasten nicht häufig manuell heben oder tragen und die Einnahme bestimmter Körperhaltungen bei der Ausübung ihrer Tätigkeit vermeiden. Ihre Arbeitsplätze mussten mit entsprechenden Hilfsmitteln ausgestattet werden.

Was wurde gemacht?

Die eingesetzten Hilfsmittel ermöglichen das belastungsarme Transportieren von Lasten und verhindern gleichzeitig das Einnehmen von Zwangshaltungen. Zum beschwerdefreien Transport der OP-Utensilien nutzen sie einen höhenverstellbaren Transportwagen und einen Minilift.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsgestaltung wurde vom Integrations- bzw. Inklusions- bzw Inklusionsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Integrations- bzw. Inklusions- bzw. Inklusionsämter.

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Krankenhaus mit 335 Mitarbeitern. Von den 335 Mitarbeitern sind 16 schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterinnen:

Die beiden Frauen sind schwerbehindert. Eine Frau hat einen Bandscheibenschaden und die andere Frau eine Herz-Kreislauferkrankung. Behinderungsbedingt sollten sie Lasten nicht häufig manuell heben oder tragen und die Einnahme bestimmter Körperhaltungen (häufiges Bücken usw.) bei der Ausübung ihrer Tätigkeit vermeiden.

Beruf:

Die Frauen arbeiten im Krankenhaus als Sterilisationsassistentinnen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die OP-Siebe mit den gebrauchten OP-Bestecken und die OP-Container (enthielten vorher die sterilen OP-Bestecke) werden von Kollegen mit dem Lastenaufzug in die Zentralsterilisation transportiert. Von dort aus befördern die Sterilisationsassistentinnen die OP-Siebe mit den gebrauchten OP-Bestecken und die OP-Container mit einem Minilift (Kleinstapler) zum Waschbecken zur Grob- bzw. Vorreinigung. Das vorgereinigte OP-Besteck, die Siebe und die OP-Container werden in die herausnehmbaren Spülmaschinenkörbe, die auf einem höhenverstellbaren Transportwagen aus Edelstahl stehen, gelegt, zur Spülmaschine bzw. zum Reinigungsautomaten gefahren und dort vom höhenverstellbaren Transportwagen in die Spülmaschine geschoben. Nach Beendigung der Reinigung werden die Spülmaschinenkörbe mit den gereinigten Sachen auf der anderen Seite wieder aus der Spülmaschine entnommen bzw. auf einen weiteren höhenverstellbaren Transportwagen geschoben. Da es sich vom Prinzip her um eine Durchlade-Spülmaschine handelt, werden zwei Transportwagen benötigt. Danach werden die OP-Bestecke in die OP-Container gelegt. Die mit den OP-Bestecken gepackten OP-Container und die OP-Siebe werden mit einem weiteren Minilift zum Sterilisieren gefahren. Abschließend transportieren die Sterilisationsassistentinnen die keimfreien OP-Container und OP-Siebe mit dem Minilift zu einem anderen Lastenaufzug. Ein weiterer Minilift ist erforderlich, da nicht vom Schmutzbereich in den Reinbereich gewechselt werden darf.
Die eingesetzten Hilfsmittel ermöglichen das belastungsarme Transportieren von Lasten und verhindern gleichzeitig das Einnehmen von Zwangshaltungen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Bücken
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Tragen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Geneigt/Gebückt
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten)
  • IMBA - Tragen

Referenznummer:

Pb/110667


Informationsstand: 29.01.2010