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Praxisbeispiel
Arbeits­platz­gestaltung für einen Augenarzt

Wo lag die Herausforderung?

Der Mann ist querschnittgelähmt, weshalb er einen Rollstuhl benutzen muss und sein Greifraum sowie seine Mobilität eingeschränkt sind. An seinem Arbeitsplatz waren entsprechende Anpassungen nötig.

Was wurde gemacht?

Der Arbeitsraum des Mannes wurde mit entsprechenden Hilfsmitteln vor Sonneneinstrahlung geschützt. Außerdem wurde ein feststehender Tisch zum Abstützen und ein Phoropter zur Bestimmung der Sehstärke angeschafft. Zuletzt wurde der Sanitärbereich behinderungsgerecht umgerüstet.

Schlagworte und weitere Informationen

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von der Berufsgenossenschaft gefördert, da es sich um einen Wegeunfall bzw. Arbeitsunfall handelte.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Berufsgenossenschaften.

Arbeitgeber:

Der Mann ist selbständig und arbeitet in seiner eigenen Augenarztpraxis.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann ist seit einem beruflichen Verkehrsunfall querschnittslähmt. Er ist auf die ständige Benutzung eines Rollstuhls angewiesen. Sein Greifraum und seine Mobilität sind behinderungsbedingt eingeschränkt.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist Augenarzt.
Sie finden auch Beratungsstellen für behinderte Studierende in REHADAT.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung:

Der Arbeitsraum des Augenarztes muss mit einem elektrischen Fensteröffner und einer Abschattung gegen Sonnenlichteinstrahlung ausgerüstet werden. Der Arzt benötigt einen feststehenden Tisch, an dem er sich bei der Untersuchung abstützen kann. Auf diesem Tisch sind die Instrumente beweglich angebracht. Außerdem benötigt er einen computergesteuerten Phoropter (Gerät zur Bestimmung der Sehschärfe). Die vielfältigen Einstellungs- und Ablesetätigkeiten durch den Arzt waren bei einem konventionellen Gerät nur mit größten Anstrengungen zu leisten, die immer mit schmerzhaften Verspannungen verbunden waren. Der Phoropter wird über ein Steuergerät bedient und ermöglicht ein physiologisch wie auch ergonomisch gutes Arbeiten.

Der Sanitärbereich wurde so umgebaut und ausgestattet (Waschbecken, Toilette, Stützhandgriffe usw.), dass der Arzt diesen ohne Probleme sowie Barrieren nutzen (z. B. beim Umsetzen vom Rollstuhl auf die Toilette) und im Notfall über ein Personennotrufsystem Hilfe rufen kann. Damit der Arzt sich ungehindert in der Praxis bewegen kann, müssen an den Türen automatische Türöffner und -schließer angebracht werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Führungsfähigkeit
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Licht
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Stehen
  • MELBA - Führungsfähigkeit

Referenznummer:

R/PB1042


Informationsstand: 06.06.2006