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Praxisbeispiel
Leiter eines Wohnbereiches einer Werkstatt für behinderte Menschen

Wo lag die Herausforderung?

Der Diplom-Psychologe hat eine Querschnittslähmung mit einer Blasen- sowie Darmlähmung und ist auf die Nutzung eines Elektrorollstuhls angewiesen. Er verwendet, wegen der Blasen- sowie Darmlähmungen, Urin-Beutel. Sein Arbeitsplatz muss behinderungsgerecht angepasst und seine Mobilität zum Erreichen des Arbeitsplatzes sowie für Dienstfahrten unterstützt werden.

Was wurde gemacht?

Für den Arbeitsweg und Dienstfahrten nutzt der Diplom-Psychologe ein Kfz, das von einer Arbeitsassistenz gefahren wird. Das Ein- und Aussteigen mit dem Rollstuhl erfolgt an der Beifahrerseite über eine Schiebetür und Klapp-Rampe. Auf der Beifahrerseite befindet sich auch ein Rückhalte- bzw. Befestigungssystem für den Rollstuhl. Auf dem Weg zum Büro muss er eine Tür passieren, die mit einem elektromotorischen Antrieb ausgestattet wurde und per Fernsteuerung geöffnet werden kann. Für die Büroarbeit am unterfahrbaren Arbeitstisch nutzt er ein Laptop mit Spracheingabe und für Notizen sein Smartphone.

Schlagworte und weitere Informationen

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde und die Arbeitsassistenz wird vom Integrations- beziehungsweise Inklusionsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Technischen Beratungsdienst des Integrations- beziehungsweise Inklusionsamtes. Das Kfz für den Transport wurde von der Rentenversicherung gefördert. Die Beratung und der Umbau erfolgten dabei durch das fahrzeugumrüstende Unternehmen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefonnummern der Integrations- beziehungsweise Inklusionsämter, der Rentenversicherung und von fahrzeugumrüstenden Unternehmen.

Unternehmen:

Der gemeinnützige Träger der Behindertenhilfe betreibt eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) mit ca. 300 Beschäftigten und einen Wohnbereich für ca. 180 Personen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Werkstätten für behinderte Menschen.

Behinderung und Beeinträchtigung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Querschnittslähmung ab dem 3./4. Halswirbel mit einer Blasen- sowie Darmlähmung und ist auf die Nutzung eines Elektrorollstuhls angewiesen. Da er noch über eine geringe Restfunktionsfähigkeit in den Armen und Händen verfügt, ist eine Steuerung des Elektrorollstuhls über eine Gabel (als Joystickaufsatz) für die Handaufnahme möglich. Der Mann benötigt, wegen der Blasen- sowie Darmlähmung, Urin-Beutel und Kolostomiebeutel zum Auffangen der Körperausscheidungen - das Wechseln und Ausschütten erfolgt zu Hause. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Sein Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen B, G, aG, H und RF.

Ausbildung und Beruf:

Der Diplom-Psychologe arbeitet als Leiter des Wohnbereiches beim gemeinnützigen Träger der Behindertenhilfe.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Diplom-Psychologe ist beispielsweise zuständig für die Erstellung sowie Fortschreibung der Wohnbereichskonzeption (Betreuungsplanung usw.), die Beratung in pädagogischen Fragen, die Personalführung, die Einhaltung des Qualitätsstandards und die Kontaktpflege zu den Angehörigen. Er arbeitet überwiegend in seinem Büro an einem Bildschirmarbeitsplatz mit einem höhenverstellbaren bzw. unterfahrbaren Schreibtisch und einem üblichen Telefon. Der Computer und das Telefon konnten behinderungsbedingt nicht benutzt werden und wurden deshalb durch ein Laptop mit Spracheingabesystem sowie Headset und einem Smartphone mit Sprachsteuerung sowie Sprachassistenten ersetzt. Das Laptop kann sowohl im Büro als auch mobil bei Besprechungen in anderen Räumen und Gebäuden eingesetzt werden. Das Smartphone wird auch als Notizgerät und gelegentlich zum Diktieren von Text, über eine App mit Speech to Text-Funktion, genutzt. Die eingesetzten Hilfsmittel ermöglichen dem Diplom-Psychologen ein zeitweise selbstständiges Arbeiten. Für die restlichen Tätigkeiten und Abläufe steht ihm stundenweise eine Arbeitsassistenz zur Verfügung.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Für den täglichen Arbeitsweg und Termine außerhalb der Betreuungseinrichtung (Besuch der Außenwohngruppen usw.) nutzt der Diplom-Psychologe ein Kfz, das behinderungsgerecht angepasst wurde und von der Arbeitsassistenz gefahren wird. Das Ein- und Aussteigen mit dem Rollstuhl erfolgt seitlich an der Beifahrerseite über eine Schiebetür und Klapp-Rampe. Zum Mitfahren mit dem Rollstuhl verfügt das Kfz außerdem auf der Beifahrerseite über ein spezielles Rückhalte- bzw. Befestigungssystem für den Rollstuhl.
Auf dem Weg zu seinem Büro muss der auf den Rollstuhl angewiesene Diplom-Psychologe eine Tür passieren, die mit einem elektromotorischen Antrieb ausgestattet wurde und über eine Fernsteuerung geöffnet werden kann.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:

Schlagworte

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • EFL - Gehen
  • EFL - Handkoordination (rechts/links)
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links)
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal)
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz)
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation)
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz)
  • ERGOS - Dreipunktgriff
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit
  • ERGOS - Handgreifkraft
  • ERGOS - Laufen (Gehen)
  • ERGOS - Reichen
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben
  • ERGOS - Stehen
  • IMBA - Armbewegungen
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit)
  • IMBA - Gehen/Steigen
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen
  • IMBA - Heben
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)
  • IMBA - Selbständigkeit
  • IMBA - Stehen
  • IMBA - Umstellung
  • MELBA - Feinmotorik
  • MELBA - Selbständigkeit
  • MELBA - Umstellung

Referenznummer:

Pb/110679


Informationsstand: 20.09.2021