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Angaben zum Praxisbeispiel

Von der Werkstatt für behinderte Menschen zur Anstellung als Produktionshelfer für einen Mann mit einer geistigen Behinderung

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt Druckmaschinen her und möchte einen Mann aus einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) einstellen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann hat eine geistige Behinderung und ist schwerbehindert. Behinderungsbedingt sind seine geistigen Fähigkeiten (z. B. das Lernen, Merken und die Konzentrationsfähigkeit) und seine Selbstständigkeit eingeschränkt.

Übergang Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Der Mann besuchte eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Da er nach der schulischen Ausbildung nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden konnte, wurde er behinderungsbedingt vom Reha-Team der Arbeitsagentur zu einer Werkstatt für behinderte Menschen geschickt. Im Rahmen des dreimonatigen Eingangsverfahrens in der WfbM wurde zunächst ermittelt für welche Tätigkeiten er eingesetzt werden kann und dementsprechend eine berufliche sowie persönliche Förderung festgelegt. Nach dem Eingangsverfahren wurden im Berufsbildungsbereich zwei Jahre lang die fachpraktischen Fähigkeiten (z. B. das Arbeiten mit Maschinen, der Materialtransport und das Verpacken), die Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung geschult sowie gefördert. Im Anschluss erfolgte eine weitere Beschäftigung in dem Arbeitsbereich der WfbM. Während der Zeit in der WfbM hatte sich der Mann soweit entwickelt, dass er zunächst von der WfbM für ein Praktikum über acht Wochen an den Druckmaschinenhersteller vermittelt werden konnte. In diesem Zeitraum wurde ermittelt ob und für welche Tätigkeiten der Mann eingesetzt werden kann. Dabei wurden auch die Neigungen und Wünsche des Mannes berücksichtigt. Im Rahmen des Praktikums wurde der Mann für unterschiedliche Helferarbeiten in der Produktion eingesetzt. Die Einarbeitung erfolgte dabei schrittweise durch die Kollegen. Zum Ende des Praktikums stand für die Beteiligten (Arbeitgeber, WfbM und Praktikant) fest, dass dem Mann die Arbeit gefällt und er auch für die anfallenden Helfertätigkeiten eingesetzt werden kann. Danach wurde der Mann zunächst bei dem Druckmaschinenhersteller auf einem Außenarbeitsplatz (außerhalb der WfbM) in der Produktion beschäftigt. Er blieb jedoch vom Beschäftigungsstatus weiter ein Mitarbeiter der WfbM. Dem Arbeitgeber und den Kollegen ermöglichte die weitere Beschäftigung den Mann, seine Einsatzmöglichkeiten und Grenzen noch besser kennen zu lernen. Nach einem Jahr auf dem Außenarbeitsplatz wurde der Mann vom Arbeitgeber aufgrund der Leistungen und guten Entwicklung fest eingestellt.

Förderung:

Während des Praktikums und der Zeit auf dem Außenarbeitsplatz wurde das Arbeitsentgelt des Mitarbeiters weiter von der WfbM gezahlt. Der Arbeitgeber erhielt von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe zur Festeinstellung des schwerbehinderten Mannes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Werkstätten für behinderte Menschen und der Arbeitsagenturen.



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

R/PB0335



Informationsstand: 13.06.2012