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Angaben zum Praxisbeispiel

Umschulung eines alkoholabhängigen LKW-Fahrers zum Feinmechaniker in einem Berufsförderungswerk

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann hatte einen Verkehrsunfall. Die Folgen des Unfalles führten zu körperlichen Funktionseinschränkungen, die eine weitere Ausübung des Berufes verhindern. Er wurde, nach diversen Frakturen, längere Krankenhausaufenthalte und einer Kur, arbeitslos. Zu dieser Zeit begann er auch mit dem Konsum von Alkohol. Dies führte dann auch zu einer negativen Veränderung seines Sozialverhaltens und seiner Zuverlässigkeit.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann ist ausgebildeter Industriekaufmann. Diesen Beruf übte er drei Jahre lang aus. Anschließend arbeitete er 15 Jahre als Lkw-Fahrer im Güterfernverkehr. Er kann, bedingt durch seinen Unfall bzw. durch die daraus resultierenden Funktionseinschränkungen, diesen Beruf nicht weiter ausüben.

Umschulung:

Nach einigem Zögern beantragte der Mann beim zuständigen Rentenversicherungsträger eine Reha-Maßnahme. Die Beratung, Untersuchung, Tests sowie die Berufsfindung und Arbeitserprobung erfolgten in einem Berufsförderungswerk (BfW). Während der Berufsfindung und Arbeitserprobung zeigte er ein besonderes Interesse an feinmechanischen Arbeiten. Das BfW und der Rentenversicherungsträger stimmten deshalb einer Umschulung bzw. Ausbildung zum Feinmechaniker zu. Aber schon zu Beginn der Maßnahme stellten sich Probleme ein. Die Leistungen waren, bedingt durch den Alkoholkonsum, sehr schwach. Schließlich musste der Mann seine Umschulung abbrechen und sich einer Entwöhnungstherapie unterziehen. Er nahm deshalb Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle auf, die ihm von den Mitarbeitern des Berufsförderungswerkes empfohlen wurde. Es erfolgte zusätzlich eine viermonatige Langzeittherapie in einer Fachklinik. Dort lernte er, sich einer ganzen Reihe von Schwierigkeiten, von denen er bisher nichts wissen wollte, einzugestehen und anders damit umzugehen. Vor Beendigung der Behandlung erfolgte eine erneute Kontaktaufnahme mit dem BfW und Rentenversicherungsträger. Er erhielt grünes Licht und konnte seine Umschulung im Folgekurs fortsetzen. Die Umschulung beendete er erfolgreich mit einer Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Kurz nach Ende der Umschulung fand er eine Anstellung als Feinmechaniker in einem kleineren Industriebetrieb.
In REHADAT finden Sie auch Berufsförderungswerke, die behinderte Menschen ausbilden und beispielsweise Selbsthilfegruppen für suchterkrankte Personen.

Förderung:

Die Kosten für die Umschulung im BfW wurden vom zuständigen Rentenversicherungsträger übernommen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Rentenversicherungsträger.



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

R/PB1709



Informationsstand: 02.10.2012