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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für einen Monteur mit einer Atemwegserkrankung

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber stellt mit seinen 460 Mitarbeitern Elektrogeräte her.

Behinderung und Funktionseinschränkung Mitarbeiters:
Der Mann hat eine Atemwegserkrankung. Er reagiert deshalb stark auf klimatische Schwankungen (z. B. Temperatur, Zugluft und Witterungswechsel), was zu erhöhten krankheitsbedingten Ausfallzeiten führte. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 60.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Monteur beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung (Istzustand):

Der Mitarbeiter montiert Elektrogeräte an Montagebändern in der Nähe eines Hallen-Außentores. Durch dieses Tor wird ein Großteil der benötigten Bauteile für die Geräte aus anderen Produktions- und Lagerbereichen angeliefert. Das häufige Öffnen des vorhandenen Alu-Falttores führt zu ständigen Zugerscheinungen an den Montageplätzen und im Winter zu einer zeitweise Verringerung der Raumtemperatur - besonders in der Nähe des Tores. Deshalb kam es beim Mitarbeiter durch Zugluft und starken Temperaturschwankungen zu häufigen Ausfallzeiten aufgrund von Erkältungen.

Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung (Sollzustand):

Das vorhandene Tor befindet sich direkt in der Außenwand der Halle. Nach innen schließt sich ein durch Einbauten in der Halle gebildeter 3 bis 4 m langer Gang an, der zur Werkhalle hin offen ist. Zur sicheren Vermeidung von Zugerscheinungen und Kälteeinfall soll die innere Öffnung dieses Ganges durch ein zweites Schnellauf-Rolltor verschlossen werden, um eine Schleusenbereich zu erhalten. Durch eine Verriegelung der beiden Torsteuerungen gegeneinander wird erreicht, dass immer nur ein Tor geöffnet werden kann. Zusätzlich wird der Schleusenbereich beheizt. Zugluft und Kälte können sich somit nicht mehr bis in die Werkhalle gelangen.

Förderung und Mitwirkung:

Dem Arbeitgeber wurde vom Integrationsamt ein Zuschuss in Höhe von 60 % der entstehenden Kosten gewährt, da sich auch die Arbeitsbedingungen für die nichtbehinderten Kollegen verbesserten. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Klima /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB4663



Informationsstand: 25.07.2013