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Angaben zum Praxisbeispiel

Behinderungsbedingte Umsetzung eines Schlossers mit einer Beinbehinderung ins Lager

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Maschinenfabrik, die Maschinen für die fleischverarbeitende Industrie herstellt.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Beinbehinderung mit zusätzlicher Sprunggelenkserkrankung. Behinderungsbedingt sollten bestimmte Körperhaltungen (langes Stehen, Knien, Hocken usw.) und das Zurücklegen von langen Strecken, besonders zum manuellen Lastentransport, vermieden werden. Der GdB( Grad der Behinderung) beträgt 30.

Ausbildung und Beruf:

Der gelernte Maschinenschlosser ist bereits seit einigen Jahren bei seinem Arbeitgeber tätig.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mitarbeiter ist für den Zusammenbau der Fleischereimaschinen zuständig. Dieser Tätigkeit fordert eine ständig stehende-gehende Körperhaltung, Hebe- und Tragetätigkeiten sowie Montagearbeiten, welche teilweise auch in einer Zwangshaltung (gebückt und gehockt) durchgeführt werden müssen. Behinderungsbedingt konnte der Mitarbeiter nicht mehr alle Arbeiten qualitativ und quantitativ ausführen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Arbeitgeber bot dem Maschinenschlosser eine körperlich leichtere Tätigkeit als Lagermitarbeiter an. Die neue Tätigkeit besteht darin, Werkzeuge, Zukaufteile und Materialien zu verwalten, Lieferscheine zu erstellen, Waren (z. B. Ersatzteile) zu verpacken und Reklamationen zu bearbeiten. Da mit diesen Tätigkeiten keine volle Auslastung des Mitarbeiters gegeben ist, führt er zusätzlich leichte Bohrarbeiten aus.
Einen derartigen Arbeitsplatz hatte es vorher im Unternehmen nicht gegeben, da die entsprechenden Arbeiten von verschiedenen anderen Mitarbeitern miterledigt werden mussten. Der neue Arbeitsplatz musste daher aus Organisations- und Platzgründen in einem von der Werkhalle abgetrennten Raum eingerichtet werden, der durch eine neue schallgedämmte Tür von der Halle aus betreten und verlassen werden kann. Außerdem wurde ein vorhandenes Fenster zur Halle sowie ein Außenfenster mit Isolierglas versehen, eine Heizung verlegt und der Raum renoviert.
Für die Ausstattung des neuen Arbeitsplatzes mussten eine Schreibtisch-Winkelkombination, Rollcontainer, Schiebetürenschränke, ein Bürodrehstuhl und ein PC angeschafft werden.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Das Integrationsamt förderte die Gestaltung des Arbeitsplatzes, da der Mitarbeiter einen gut geeigneten Arbeitsplatz erhält. Das Arbeitsverhältnis konnte so für mehrere Jahre gesichert werden.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.



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  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Gehen/Steigen /
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  • IMBA - Stehen /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

R/PB4293



Informationsstand: 19.08.2008