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Nachgehende Hilfen / Nachsorge

Nachgehende Hilfen (auch: Nachgehende Betreu­ung/Nach­sorge) im Bereich der Reha­bilitation bezeichnen

  • Nach­sorge­leistungen zur Sicherung der Nachhaltigkeit des Reha­bilitations­erfolgs (zur weiteren Verbesserung noch eingeschränkter Fähigkeiten, Etablierung von Lebens­stiländerungen, Verstärkung der Selbst­wirksamkeits­effekte, nachhaltiger Transfer des Gelernten in den Alltag, Förderung von persönlicher und sozialer Kompetenz, Minderung von Schnitt­stellen­problemen in der Gesundheits­versorgung);
  • Leistungen zur ambulanten Nachsorge bei Abhängig­keits­kranken, wenn im Anschluss an die stationäre Entwöhnungs­behandlung ein alleiniger Selbsthilfe­gruppenanschluss nicht ausreichend ist;
  • Ergänzende Leistungen zur Reha­bilitation nach § 64 Absatz 1 Nummern 3, 4 SGB IX, die sich an eine medizinische Reha­bilitation anschließen – beispiels­weise ärztlich verordneter Reha­bilitationssport oder Funktions­training.

Intention nachgehender Hilfen

Nachgehende Hilfen nach Abschluss ärztlich verordneter Leistungen sollen zur Verstärkung und Sicherung der primären Hilfen Krankheiten, Behinderungen und andere Nachteile für die Zukunft nach Möglichkeit ausschließen und/oder mildern.

Beispielsweise können Menschen mit Behinderung beim Übergang in eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeits­markt von der Agentur für Arbeit durch eine nachgehende (sozial­pädagogische) Betreuung gefördert werden, die Hilfe­stellung bei der Eingliederung am Arbeits­platz bietet – und zwar nach einer Ausbildung oder Weiter­bildung in einer außer­betrieblichen Einrichtung oder in einer Einrichtung zur beruflichen Reha­bilitation, das heißt in einem Berufsbildungswerk, Berufs­förderungs­werk oder in einer sonstigen Einrichtung.

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(ml) 2018