Inhalt

Andere Leistungsanbieter

Mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) sind die Beschäftigungsangebote anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen durch die Zulassung Anderer Leistungsanbieter und die Einführung des Budgets für Arbeit ergänzt worden. Die sogenannten anderen Leistungsanbieter schaffen eine Alternative zur beruflichen Bildung und zur Beschäftigung für Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben, in dieser Werkstatt.

Wer kommt als Andere Leistungsanbieter in Frage?

Andere Leistungsanbieter können alle Träger sein, die die fachlichen Anforderungen erfüllen. Eine Beschränkung auf bestimmte Firmen oder eine Auswahl von Trägern ist nicht vorgesehen. Andere Leistungsanbieter sind nicht "Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen", sondern sollen eine vergleichbare Berufliche Bildung oder Beschäftigung anbieten, wie sie in einer Werkstatt angeboten werden. Beispielsweise können für das Eingangsverfahren und Leistungen des Berufsbildungsbereichs BerufsbildungswerkeBerufsförderungswerke und private Bildungsträger in Frage kommen.

Merkmale anderer Leistungsanbieter

Im Unterschied zur Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) müssen Andere Leistungsanbieter keine Mindestplatzzahl vorhalten. Sie bedürfen keines förmlichen Anerkennungsverfahrens und müssen keine besonderen Anforderungen an die räumliche und sächliche Ausstattung erfüllen. Die bei Anderen Leistungsanbietern beschäftigten Menschen mit Behinderung haben aber dieselben Rechte, die sie auch in einer Werkstatt hätten.

Andere Leistungsanbieter haben – anders als die WfbM – keine Aufnahmeverpflichtung gegenüber dem Menschen mit Behinderung. Sie müssen auch nicht alle Leistungen (Leistungen zur beruflichen Bildung oder Leistungen zur Beschäftigung) anbieten.

(Quelle: BMAS 2017).

Rechtsgrundlagen

(ml) 2018