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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt im Rahmen beruflicher Rehabilitation

Maßnahmeteilnahme, Beschäftigungschancen und Arbeitslosigkeitsrisiko



Sammelwerk / Reihe:

IAB-Forschungsbericht, Band 1/2010


Autor/in:

Wuppinger, Johanna; Rauch, Angela


Herausgeber/in:

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)


Quelle:

Nürnberg: Eigenverlag, 2010, 43 Seiten: PDF


Jahr:

2010



Link(s):


Link zu dem Forschungsbericht (PDF | 261 KB)


Abstract:


Erwerbsarbeit ist einer der wichtigsten Aspekte gesellschaftlicher Teilhabe. Berufliche Rehabilitation dient dazu, diese Teilhabe (wieder-)herzustellen und auf Dauer zu sichern. Über die arbeitsmarktintegrative Wirkung dieser Teilhabeleistungen ist allerdings wenig bekannt. Im Gegensatz zum Bereich der medizinischen Rehabilitation ist das Feld der beruflichen Rehabilitation weniger intensiv beforscht.

So liegen bisher kaum Erkenntnisse zu Maßnahmeteilnahmen von Rehabilitanden, deren Bewertung durch die Teilnehmer sowie zu Verbleibsmustern nach Ende der Maßnahme vor. In diese Lücke zielt der vorliegende Bericht.

Datengrundlage ist eine IAB-Befragung von Rehabilitanden, die im Jahr 2006 eine Maßnahme bei der Bundesagentur für Arbeit abgeschlossen haben. Der Fokus dieses Forschungsberichtes liegt auf den drei wichtigsten Hauptmaßnahmegruppen, die die Befragten durchlaufen haben: Orientierungs- und Trainingsmaßnahmen, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen und Beschäftigung schaffende Maßnahmen.

Die Wahrscheinlichkeit, an einer dieser Maßnahmegruppen teil zu nehmen, wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Vor allem das Alter, die schulischen und beruflichen Bildungsabschlüsse, die kumulierte Arbeitslosigkeitserfahrung, aber auch die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt beeinflussen den Zugang zu einzelnen Maßnahmegruppen. Die kumulierte Dauer der Krankheitszeiten aber auch das Alter, in dem die Behinderung eingetreten ist, spielen interessanterweise keine Rolle.

Die Teilnehmer an den drei wichtigsten Maßnahmegruppen schätzen ihren individuellen Nutzen für ihre berufliche Leistungsfähigkeit oder das Coping mit der Erkrankung sehr unterschiedlich ein. Weiterbildungsmaßnahmen schneiden dabei am positivsten ab, Orientierungs- und Trainingsmaßnahmen werden insgesamt etwas zurückhaltender bewertet, deutlich schlechtere Einschätzungen finden sich bei Beschäftigung schaffenden Maßnahmen.

Sechs Monate nach Ende der Maßnahme zeigt sich, dass das Risiko arbeitslos zu sein für Personen steigt, die keinen Schulabschluss oder aber einen Förderschulabschluss erworben haben. Gleiches gilt für längere kumulierte Arbeitslosigkeitserfahrung oder bei Rehabilitanden, die in ländlichen Regionen wohnen.

Die Erwerbschancen werden unter anderem vom Zeitpunkt des Auftretens der Behinderung beeinflusst: Rehabilitanden, deren Behinderung im jungen Erwachsenenalter aufgetreten ist, haben bessere Erwerbschancen als diejenigen mit angeborenen Behinderungen. Auch mindestens eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor der Rehabilitation sowie das Wohnen in städtisch geprägten Regionen steigern die Erwerbschancen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Abstract:


Employment plays an important role within the context of social inclusion. Vocational rehabilitation for people with disabilities is supporting the restoring of labour market
inclusion and to ensure it in the long run. But the effects of vocational rehabilitation on labour market integration for people with disabilities are relatively unknown. Contrary to evaluation in the field of medical rehabilitation there is only marginal research here. That applies to participation in measurements or appraisal of the reha-
bilitants as well as occupational integration after measurements. This article aims to fill in the blank.

A survey of the Institute for Employment Research (IAB) is used that covers data on vocational rehabilitants with disabilities, who completed a measurement within the
German Federal Employment Agency in the year 2006. Thereby the article is focusing on three main measurement groups: 'orientation and training”, 'further training
and qualification” and 'job creation measures”.

The probability of participating on one of these measures is depending on several factors: Age, schooling, vocational education and cumulated unemployment dura-
tion as well as regional employment situation. The cumulate duration of illness and the point in time when the disability occurred have no effect.
Due to their disability the participants appraise their personal benefit differently, regarding on occupational capability or strategies to cope with their disability: Further
training and qualification are rated positively, orientation and training are valued more reluctantly and job creation measures were rated lowest.

Six months after the measurement the risk of unemployment is higher for those with no school leaving certificate or longer periods of unemployment duration. Besides
this, regional aspects play a significant role.

Gainful employment is depending on the point in time when disability occurred: rehabilitants whose disability occurred in younger adulthood have a higher chance to
be in employment than those with congenital diseases. Living in urban regions and having been employed at least once before rehabilitation also helps getting employed again.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Berichte-Reihe 'IAB-Forschungsbericht'
Homepage: https://www.iab.de/de/publikationen/forschungsbericht.aspx

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV4953


Informationsstand: 03.02.2010

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