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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen Tischler mit einer Neurose bei einem Möbelhersteller

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Möbelhersteller, der Küchen- und Badmöbel herstellt. Der Arbeitgeber beabsichtigt einen schwerbehinderten Mann neu einzustellen.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Neurose mit Angstzuständen, die durch bestimmte Lebenssituationen ausgelöst werden. Er ist nur eingeschränkt psychisch belastbar, z. B. in Bezug auf Zeit/Leistungsdruck und sich ständig schnell ändernden Arbeitsabläufen. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 50.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann hat den Beruf des Tischlers erlernt. Er nahm später an einem beruflichen Rehabilitationsvorbereitungslehrgang in einem Berufsförderungswerk teil. Im Verlauf dieses Lehrgangs machte er bei mehreren Firmen Praktika, u. a. auch bei dem Möbelhersteller. Dabei zeigte sich, dass die Kenntnisse und Fähigkeiten des Mannes Mängel aufweisen und es somit einer längeren Einarbeitungszeit bedarf, bis eine produktive Leistung erzielt werden kann. Da er jedoch leistungswillig und sehr motiviert ist, hat der Arbeitgeber ihm ein unbefristetes Arbeitsverhältnis als Tischlergehilfe angeboten.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die psychisch kranke Menschen ausbilden.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Tischlergehilfe wird in der Produktion zur Bedienung eines neuen Bearbeitungszentrums für Plattenwerkstoffe, auf dem die Werkstücke horizontal und vertikal gebohrt und gefräst werden können, eingesetzt. Als Tätigkeiten fallen an diesem Arbeitsplatz das Einlegen der Werkstücke, die Auslösung und Überwachung des Bearbeitungsvorgangs sowie die Entnahme der fertigen Werkstücke an. Außerdem muss vor Serienbeginn das in der Arbeitsvorbereitung erstellte Programm eingelesen und die Anlage mit den aufgelisteten Werkzeugen bestückt werden.
Die Tätigkeit ist für den Mitarbeiter gut geeignet, da die Maschine automatisch einen sich wiederholenden Arbeitsrhythmus vorgibt und somit eine relativ zufriedenstellende Arbeitsleistung (Qualität und Quantität) erreicht werden kann.

Förderung:

Die Wiedereingliederung des Mitarbeiters wurde von der zuständigen Arbeitsagentur durch die Gewährung eines Lohnkostenzuschusses für drei Jahre in Höhe von 120/100/60% gefördert.
Die behinderungsgerechte Gestaltung, d.h. die Anschaffung des Bearbeitungszentrums, wurde außerdem zum Teil vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Vollzeitarbeit /
  • Vorbereitungslehrgang /
  • Zeitdruck

  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Ausdauer (psychisch) /
  • IMBA - Umstellung /
  • IMBA - Verantwortung /
  • MELBA - Ausdauer (psychisch) /
  • MELBA - Umstellung /
  • MELBA - Verantwortung


Referenznummer:

R/PB4375



Informationsstand: 21.12.2006