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Angaben zum Praxisbeispiel

Gestaltung eines Arbeitsplatzes für eine gehörlose Konditorin

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber betreibt ein Kaffee mit 8 Mitarbeitern. Von den 8 Mitarbeitern sind 3 schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Jugendlichen:

Die Jugendliche ist gehörlos. Sie ist fähig zu sprechen. Eine verbale Kommunikation mit ihr ist möglich, wenn sie die Lippen des Gesprächpartners (zum Lippenablesen) gut sehen kann und deutlich sowie langsam gesprochen wird. Hörbare Informationen (Signale usw.) müssen so verändert werden, dass sie von der Jugendlichen optisch oder taktil wahrgenommen werden können.

Ausbildung und Beruf:

Die Jugendliche absolvierte nach ihrem Schulabschluss eine Ausbildung zur Konditorin in einem Berufsbildungswerk (BBW). Nach der Ausbildung wurde sie von ihrem jetzigen Arbeitgeber fest als Konditorin eingestellt.
In REHADAT finden Sie auch Informationen zu Ausbildungseinrichtungen für gehörlose Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Zu den Aufgaben der Mitarbeiterin gehört die Herstellung von Torten, Kuchen und Gebäck in der Küche (Bild 1 und 2). Hierzu benötigt sie empfindliche Rohstoffe, wie Marzipan, Nougat, Schokolade usw. Neben Kreativität ist deshalb vor allem Sachverstand gefordert, denn sie ist auch für die korrekte Lagerung und den richtigen Einsatz dieser Rohstoffe verantwortlich. Damit sie ihre Tätigkeit ausüben kann, wurde eine Brotschneidemaschine, eine Rühr-Schlagmaschine, eine Frosteranlage, ein Kälteaggregat, ein Backofen und eine Pralinenfüllanlage angeschafft.

Arbeitsorganisation:

Behinderungsbedingt traten anfangs Kommunikationsprobleme mit den Kollegen und der verantwortlichen Konditormeisterin auf, die aber durch langsames deutliches Sprechen und vor allem durch Blickkontakt (zum Lippenablesen) behoben werden konnten. Bei wichtigen Besprechungen, Unterweisungen usw. kann auch ein Gebärdensprachdolmetscher zum Übersetzen angefordert und eingesetzt werden.

Förderung:

Die Einrichtung des Arbeitsplatzes wurde vom Integrationsamt zu 80% und die Kosten für den Gebärdensprachdolmetscher werden zu 100% übernommen.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Teilhabe am Arbeitsleben /
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  • Übergang Schule-Beruf /
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  • Vollzeitarbeit

  • ERGOS - Hören /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Gestik/Mimik /
  • IMBA - Hören


Referenznummer:

R/PB5298



Informationsstand: 08.12.2009