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Angaben zum Praxisbeispiel

Eingliederung von Mitarbeitern mit einer Schwerbehinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch einen Inklusionsbetrieb bzw. eine Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitgeber:

Die Firma Füngeling Router gGmbH ist ein Inklusionsbetrieb, der als Personaldienstleistungsunternehmen bzw. Arbeitnehmerüberlassung regionalen Unternehmen seine Mitarbeiter mit Schwerbehinderung vermittelt und über Beschäftigungsmöglichkeiten berät. Diese Mitarbeiter werden vom Inklusionsbetrieb durch eine betriebliche Qualifizierung (Arbeitstraining) intensiv auf ihre spätere Tätigkeit, z. B. im Büro oder in der Produktion, vorbereitet. Je nach den individuellen Erfordernissen und behinderungsbedingten Einschränkungen liegt die Qualifizierungszeit bei bis zu zwölf Monaten und wird beendet, sobald der Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei einem Unternehmen möglich ist. Das heißt, hinter jedem Qualifizierungsplatz steht ein zu besetzender Arbeitsplatz. Die zu vermittelnden Mitarbeiter sind junge Menschen mit einer Schwerbehinderung, die aufgrund ihrer Lernbehinderung sowie fehlender schulischer und beruflicher Qualifikationen ohne eine nachhaltige Unterstützung kaum eine Chance auf eine berufliche Inklusion haben.

Vermittlung und berufliche Inklusion:

Die Idee zur Vermittlung und Inklusion von Menschen mit Schwerbehinderung entstand aus der Praxis. Der Palettenhersteller Füngeling hatte nach Arbeitskräften gesucht, die in seinem Unternehmen für einfache Helfertätigkeiten eingesetzt werden können und diese nicht schon nach kurzer Zeit aufgeben würden weil sie sich unterfordert fühlen. Zunächst wurden auch ohne fachlichen Beistand lernbehinderte oder geistig behinderte Menschen eingestellt. Diese waren zwar hochmotiviert, benötigten jedoch immer wieder die Aufmerksamkeit und Betreuung der Kollegen, die dabei nicht immer die erforderliche Zeit (eigenes Arbeitspensum) hatten und das nötige Fingerspitzengefühl an den Tag legten.
Aus der Idee und den Erfahrungen des Unternehmers Füngeling entwickelte sich der Inklusionsbetrieb, der als Arbeitnehmerüberlassung schwerbehinderte und verlässliche Arbeitskräfte für einfache Arbeiten an Unternehmen in der Region vermittelt und sie dafür auch qualifiziert. Nach der Gründung des Inklusionsbetriebes wurde das Prinzip der Vermittlung und Qualifizierung auch bei der Palettenfirma eingesetzt.
In der Palettenfirma stapeln sich die Paletten bis unter die Hallendecke. Die Paletten und Kisten warten darauf verarbeitet zu werden. Bei der Verarbeitung kommt es zu sich ständig wiederholenden monotonen Abläufen und Handgriffen, z. B. Folie abziehen und Filzstreifen festtackern. Trotzdem machen die Mitarbeiter mit Schwerbehinderung diese Arbeiten ausgesprochen gerne. So wie ein Vorarbeiter berichtet sind die Nischenarbeitsplätze mittlerweile ein wichtiger Bestandteil in der Palettenproduktion geworden, ohne die die Produktion fast nicht mehr möglich wäre.

Förderung:

Das Füngeling Router Projekt entstand durch das Engagement der Stiftung des Landes NRW für Wohlfahrtspflege. Außerdem wurde bzw. wird das Projekt vom Integrationsamt, der Arbeitsagentur, der Kämpgen Stiftung, der Stiftungen der Kreissparkasse Köln, Aktion Mensch sowie der Annemarie und Helmut Börner-Stiftung gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Arbeitsagenturen, Integrationsämter und von Aktion Mensch.



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Informationen über das Projekt Router und die Arbeit der Füngeling Router gGmbH



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Referenznummer:

R/PB5397



Informationsstand: 16.07.2013