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Angaben zum Praxisbeispiel

Von der Förderschule zum ausgebildeten Bäckerwerker - der Weg eines Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Bäckerei, die Backwaren und Konditoreierzeugnisse herstellt und verkauft. Der Arbeitgeber beabsichtigt einen Jugendlichen mit Schwerbehinderung neu einzustellen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche ist geistig behindert. Seine Fähigkeiten zu lesen, zu schreiben, zu rechnen und sich komplexe Sachverhalte sowie Abläufe zu merken sind eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule für geistig behinderte Menschen. Gemeinsam mit seinen Eltern ging er einige Monate vor dem Ende der Schulzeit zur Arbeitsagentur, um sich über berufliche Möglichkeiten beraten zu lassen. Das Reha-Team der Arbeitsagentur schaltete die entsprechenden Fachdienste der Arbeitsagentur ein, um die Leistungsfähigkeit und Eignung für einen Beruf festzustellen. Nach Aussage der Fachdienste waren Leistungsfähigkeit und Eignung ausreichend, um eine Ausbildung zum Bäckerwerker zu absolvieren. Vom Reha-Team wurde den Eltern und dem Jugendlichen deshalb eine überbetriebliche Ausbildung zum Bäckerwerker in einem Berufsbildungswerk (BBW) empfohlen. Da der Beruf des Bäckerwerkers auch den Neigungen des Jugendlichen entsprach, begann er eine Ausbildung in einem BBW in der Nähe des Wohnortes. Während der Ausbildung besuchte der Jugendliche die Berufsschule des Berufsbildungswerkes. Die theoretischen Lerninhalte wurden dort in kleinen Klassen didaktisch speziell aufbereitet vermittelt. Bei Problemen konnte der Jugendliche an den entsprechenden Hilfsangeboten (z. B. Förderunterricht) teilnehmen. Nach dem erfolgreichen Bestehen der Abschlussprüfung, absolvierte der Jugendliche noch ein Bewerbungstraining im BBW. Mit Unterstützung der Arbeitsagentur und des Berufsbildungswerkes fand der Jugendliche einen Arbeitsplatz als Bäckerwerker in einer Bäckerei.
In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die geistig behinderte Menschen ausbilden.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Um dem Bäckerwerker ein selbständiges und wirtschaftliches Arbeiten zu ermöglichen, plant der Arbeitgeber für die Bäckerei eine Knetmaschine, vollautomatische Abwiegeanlage sowie eine computergesteuerte Universal-Rund- und Langwirkmaschine anzuschaffen. Durch den Einsatz und die Kombination der Maschinen (Knetmaschine, vollautomatische Abwiegeanlage und der computergesteuerten Rund- und Langwirkmaschine) soll der Bäckerwerker nach einer gewissen Einarbeitungszeit den Bereich der Brotherstellung fast selbständig übernehmen. Vorab werden in Zusammenarbeit mit dem Vorarbeiter die Teigzutaten zusammengestellt und die Maschinen entsprechend programmiert. Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse in der Backstube lässt sich hier nur eine Geräte-Kombination einsetzen.

Förderung:

Die Arbeitsagentur förderte die Ausbildung im Berufsbildungswerk und zahlte dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe. Der Arbeitgeber erhielt außerdem vom Integrationsamt einen Zuschuss von 65 % zur Anschaffung der Maschinen für den neu geschaffenen Arbeitsplatz des Jugendlichen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



Link:

Bundesagentur für Arbeit mit Informationen zum Beruf Bäckerwerker



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Referenznummer:

R/PB4871



Informationsstand: 03.08.2010