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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung und Beschäftigungssicherungszuschuss für einen landwirtschaftlichen Helfer mit einer geistigen Behinderung auf einem Bauernhof

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb mit Milchkühen und Anbauflächen für Getreide und Gemüse.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine geistige Behinderung. Er kann sich neue Sachverhalte schlecht merken, kann komplizierte Zusammenhänge nicht begreifen, hat kein Zeitgefühl und ein verlangsamtes Arbeitstempo.

Beruf:

Der Mann arbeitet seit einiger Zeit als landwirtschaftlicher Helfer beim Arbeitgeber auf dem Bauernhof. Er wurde mit Hilfe eines Integrationsfachdienstes an den Arbeitgeber vermittelt.

Arbeitsaufgabe:

- das Füttern und Melken der Kühe im Stall mit Hilfe der Melkanlage,
- das Ausmisten des Stalls (Stallarbeiten) und
- das Ausführen einfacher Hand- und Reparaturarbeiten.

Arbeitsplatz:

Der beratende Ingenieur des Technischen Dienstes des Integrationsamtes und der Betriebsinhaber verbesserten die vorhandene Melkanlage im Stall, sodass der landwirtschaftliche Helfer die Melkanlage selbständig bedienen kann. Zusätzlich wurde eine Wärmerückgewinnungsanlage installiert, mit deren Hilfe direkt am Melkstand heißes Wasser erzeugt werden kann. Der landwirtschaftliche Helfer muss nun nicht mehr während des Melkvorganges heißes Wasser holen und kann so den Melkvorgang besser überwachen, da er durch keine Nebentätigkeiten abgelenkt wird.

Förderung und Mitwirkung:

Der Umbau der Melkanlage wurde vom Integrations- bzw. Inklusionsamt gefördert. Das Integrations- bzw. Inklusionsamt zahlt dem Arbeitgeber zusätzlich einen monatlichen Beschäftigungssicherungszuschuss zur Kompensation einer außergewöhnlichen Belastung, da der landwirtschaftliche Helfer nicht die volle Arbeitsleistung erbringen kann und auch keine weiteren Hilfsmittel sowie sonstige Maßnahmen zur Leistungssteigerung eingesetzt werden können.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrations- bzw. Inklusionsämter und Integrationsfachdienste.



Link:

Bundesagentur für Arbeit mit Informationen zum Beruf landwirtschaftlicher Helfer



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Referenznummer:

R/PB1453



Informationsstand: 07.01.2019