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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Eingliederung eines geistig behinderten Schülers nach einem Praktikum in einem metallverarbeitenden Betrieb

Arbeitgeber:

Der Automatendrehteile-Hersteller ist ein mittelständisches Unternehmen. Es beschäftigt mehrere schwerbehinderte Mitarbeiter und bietet geistig behinderten Schülern die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Bedingt durch die guten Erfahrungen mit den Schülern, kam es bereits zu einigen Festanstellungen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mitarbeiter hat eine geistige Behinderung. Er hat Probleme beim Lernen / Merken und seine Auffassungsgabe ist stark verlangsamt.

Übergang Schule - Beruf:

Der Direktor einer Förderschule mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung nahm Kontakt zum Arbeitgeber auf, um zunächst einen Schüler als Praktikanten zu vermitteln. Das Unternehmen beschäftigte damals bereits zwei Mitarbeiter mit einer körperlichen Behinderung, mit denen es in der Vergangenheit keine Probleme gegeben hatte. Beim Arbeitgeber gab es trotzdem bedenken, dass durch einen Praktikanten mit einer geistigen Behinderung der Betriebsablauf nicht mehr so reibungslos funktionieren würde, da mehr Anleitung und Betreuung erforderlich sind. Dem Arbeitgeber wurde von Seiten der Schule deshalb zugesichert, dass der Jugendliche von einem Lehrer begleitet wird und für ihn durch das Praktikum keine Einstellungsverpflichtung entsteht.
Die zuständigen Abteilungsleiter standen einem Beschäftigungsversuch bzw. Praktikum ebenfalls offen gegenüber, allerdings wurde von der Belegschaft zunächst die Ansicht vertreten, dass das 'nichts bringen' würde. Diese Einstellung änderte sich jedoch nach einiger Zeit der Zusammenarbeit. Das Betriebs- bzw. Arbeitsklima war sehr gut, so dass der Praktikant sogar seine Schüchternheit verlor und sich auch seine Angst vor den technischen Geräten legte. Um festzustellen, welche Tätigkeiten für ihn am besten geeignet waren, durchlief er während eines Praktikums alle Abteilungen des Unternehmens. Am Ende des Praktikums wurde er fest eingestellt und innerbetrieblich zum Helfer in der Qualitätskontrolle ausgebildet.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Tätigkeit in der Qualitätskontrolle erfordert sehr viel Sorgfalt und die korrekte Handhabung verschiedener Werkzeuge (Messuhren, Mikrometer, Lehren usw.). Bei der Kontrolle bzw. beim Prüfen der produzierten Drehteile muss der Helfer in der Qualitätskontrolle die einzelnen Stücke vermessen, die Werte mit Vorgaben vergleichen und eine Funktionsprüfung durchführen. Zu jedem Teil ist eine Qualitätsregelkarte zu führen, in die Maße und Produktionseinheiten eingetragen werden. Weitgehende Selbständigkeit, Sorgfalt und das Beherrschen der Kulturtechniken sind für diese Aufgabe unerlässlich.
Vor einiger Zeit wurde der Helfer in der Qualitätskontrolle in eine neu gegründete Firmenfiliale versetzt. Bedingt durch seine guten Leistungen und seinen Arbeitseinsatz, hat er die Aussicht dort die Leitung der Qualitätskontrolle zu übernehmen.

Förderung:

Der Arbeitgeber erhielt von der Arbeitsagentur einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen.



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

R/PB1446



Informationsstand: 15.07.2013