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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Eingliederung eines Jugendlichen mit Epilepsie und geistiger Behinderung in einem Sägewerk als Produktionshelfer

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Sägewerk. Der Inhaber des Sägewerkes suchte neue Mitarbeiter und war nach Gesprächen mit dem Integrationsfachdienst bereit einen Jugendlichen mit einer Schwerbehinderung zu beschäftigen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche ist an Epilepsie erkrankt und hat außerdem eine geistige Behinderung, die zu Einschränkungen beim Lernen und Merken sowie zu einer Verringerung des Auffassungsvermögens für komplexe Sachverhalte und Probleme führt. Durch die Epilepsie kann das Auftreten eines Anfalls während der Arbeitszeit nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund müssen besondere Aspekte des Arbeitsschutzes beim Arbeiten an Maschinen berücksichtigt werden.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. Da seine Leistungen deutlich über dem Durchschnitt lagen und sich seine Eltern gegen eine Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) aussprachen, wurde versucht für den Jugendlichen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu finden. In Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer vermittelte ihn ein Integrationsfachdienst einen Praktikumsplatz in einem Sägewerk. Im Anschluss an das Praktikum wurde er in ein festes Arbeitsverhältnis als Produktionshelfer und Maschinenbediener übernommen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Arbeitsplatz des Jugendlichen befindet sich im Produktionsbereich des Sägewerkes. Er wurde zu Beginn seiner Tätigkeit vom Integrationsfachdienst im Rahmen eines Betrieblichen Arbeitstrainings ein halbes Jahr lang qualifiziert sowie eingearbeitet und danach weiter begleitet bzw. betreut. Diese Phase dauerte so lange bis der junge Mann an seinem Arbeitsplatz und mit den Kollegen allein und selbständig zurechtkam.
Die Gefährdung durch epileptische Anfälle erfordert besondere Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Maschinenbedienung. Nach einer Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes durch die Berufsgenossenschaft und nach der Durchführung einer amtsärztlichen Untersuchung des Mitarbeiters, konnte die feste Beschäftigung bzw. Einstellung erfolgen. Der Firmeninhaber und die Kollegen wurden darüber informiert, wie sie sich bei eventuellen Anfällen verhalten sollen. Seit Beginn des Arbeitsverhältnisses ist ein solcher Fall aber noch nicht eingetreten.
Die Schwerpunkte der Arbeit des Jugendlichen beinhalten z. B. heute:
- die Entnahme und Stapelung der Bretter an der Holzsägeanlage,
- die Bedienung der Säge (Bretter zuschneiden und auf Standardmaße kürzen) und
- Putz- und Aufräumarbeiten im Betrieb.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Mit dem Jugendlichen wurde ein Mobilitäts- bzw. Fahrtraining durchgeführt, damit er den Weg zum Sägewerk selbständig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann.

Förderung und Mitwirkung:

Das Sägewerk erhielt von der Arbeitsagentur einen gestaffelten Lohnkostenzuschuss für die Dauer von 3 Jahren als Eingliederungshilfe. Auf diese Unterstützungsleistung wurde der Arbeitgeber durch den Integrationsfachdienst aufmerksam gemacht, der auch bei der Beantragung behilflich war.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Arbeitsagenturen und Integrationsfachdienste.



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  • Unterstützte Beschäftigung /
  • Verkehrsmittel benutzen /
  • Vollzeitarbeit

  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Arbeitsplanung /
  • IMBA - Arbeitssicherheit /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Auffassung /
  • IMBA - Lernen/Merken /
  • IMBA - Problemlösen /
  • IMBA - Selbständigkeit /
  • IMBA - Umstellung /
  • IMBA - Unfallgefährdung /
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen) /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
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Referenznummer:

R/PB1442



Informationsstand: 16.07.2015