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Angaben zum Praxisbeispiel

Eingliederung einer Bürohilfskraft mit Down-Syndrom auf einen Nischenarbeitsplatz

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Stadtverwaltung. Er stellte einen Mitarbeiter mit Schwerbehinderung neu ein, der ihm über einen Integrationsfachdienst (IFD) zunächst für ein Praktikum vermittelt wurde. Einfache Nebentätigkeiten, die sonst mit von Fachkräften ausgeführt werden mussten, fasste der Arbeitgeber zu einer neuen Halbtagsstelle für den Mitarbeiter bzw. einem Nischenarbeitsplatz zusammen.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern von Integrationsfachdiensten.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat das Down-Syndrom und ist geistig behindert. Sein Auffassungs- sowie Lernvermögen und die Fähigkeit Sachverhalte zu analysieren sowie daraus entsprechend gezielte Vorgehensweisen abzuleiten sind eingeschränkt. Abläufe sollten deshalb nicht häufig wechseln und einfach strukturiert sein, um ein selbständiges Arbeiten zu ermöglichen.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann besuchte eine Förderschule und hat keinen Beruf erlernt. Er war arbeitslos, wurde neu eingestellt und arbeitet seit einiger Zeit bei seinem Arbeitgeber als Hilfskraft für das Büro und den Botendienst.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Bei der Stadtverwaltung entlastet die Hilfskraft mehrere Kollegen und arbeitet überwiegend am Kopierer, Drucker und Reißwolf. Zum Teil wird er auch im Bereich des Kulturreferates eingesetzt, um Prospekte zu sortieren, zu falten und an öffentliche Stellen zu bringen. Er ist außerdem viel unterwegs, um Botengänge innerhalb der Stadtverwaltung zu erledigen.
Die neue Halbtagsbeschäftigung und die damit verbundenen Aufgaben waren zu Beginn sehr anstrengend für die Hilfskraft, besonders deshalb weil er sich erst an den Arbeitsablauf und -rhythmus gewöhnen musste. Bei der schrittweisen Einarbeitung wurden Arbeitgeber bzw. die Kollegen durch einen Integrationsfachdienst unterstützt.
Nach drei Monaten äußerten sich die Kollegen sehr positiv über ihn und die Qualität seiner Arbeit. Der junge Mann fühlt sich nun, durch seine selbstständige Arbeit, finanziell unabhängig und gesellschaftlich integriert.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Jeden Morgen geht der Mann selbstständig zur Haltestelle und nutzt den Bus für den Weg zur Arbeit. Oft ist er so früh dran, dass er gebremst werden muss, denn so zeitig ist bei der Stadtverwaltung noch niemand da. Um die erforderliche Mobilität zu erreichen, schulte der Integrationsfachdienst ihn im Rahmen eines Mobilitätstrainings.

Förderung:

Die berufliche Eingliederung wurde von der Arbeitsagentur durch einen Eingliederungs- bzw. Lohnkostenzuschuss für den Arbeitgeber gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrationsämter.



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Referenznummer:

R/PB0699



Informationsstand: 15.03.2013