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Angaben zum Praxisbeispiel

Persönliches Budget zur Qualifizierung und beruflichen Teilhabe einer Jugendlichen mit Down Syndrom als Service- und Tanzassistentin

1 Vorbemerkung

Die Jugendliche hat das Down Syndrom und ist nach dem Schulgesetz für Baden-Württemberg §15 Sonderpädagogische Förderung in Sonderschulen und allgemeinen Schulen unterrichtet worden und besuchte von der 1. bis zur 9. Klasse eine Außenklasse, ein integratives Schulprojekt in einer Grund- und Hauptschule in ihrem Wohnort. Seit 2007 ist sie Schülerin einer Schule zur individuellen geistigen, körperlichen und motorischen Entwicklungsförderung für Kinder und Jugendliche.

Die Jugendliche gehört zum Personenkreis der Menschen, die Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 57 SGB IX haben. Sie bzw. ihre Eltern möchten keine Qualifizierung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Es wird daher ein Antrag auf Nutzung des Persönlichen Budgets gestellt.

Die Eltern möchte das Leben ihrer Tochter so strukturieren, dass es ihr nach einer Zeit von 27 Monaten zur beruflichen Qualifizierung möglich wird, inklusiv und mit guter, sinnvoller Beschäftigungs- und Freizeitgestaltung inmitten der Gesellschaft selbstständig zu leben. Sie wünschen sich, dass sich das Leben ihrer Tochter auch weiterhin so bunt inmitten der Gesellschaft abspielt und beantragen daher das Persönliche Budget statt Förderung in einem Berufsbildungsbereich innerhalb der WfbM.

1.1 Gesetzlicher Bezug


1.2 Leistungsangebote innerhalb der WfbM für die Nutzung eines Persönlichen Budgets

In Frage kommen der Berufsbildungsbereich mit den Zielen der Entwicklung und Förderung der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit, der vertieften beruflichen Orientierung und Bildung, der Förderung der sozialen Eingliederung und der individuellen Persönlichkeitsentwicklung, letztendlich der beruflichen Integration in einem Betrieb oder künstlerischen Companie des allgemeinen Arbeitsmarktes oder Vermittlung in einen ausgelagerten, behindertengerechten Arbeitsplatz (24 Monate).

2 Vorgeschichte und berufliche Erfahrungen


2.1 Bisherige Berufserfahrung (Schulpraktika)

- ¼ Jahr zwei Vormittage in der Woche im Kindergarten (Integrativer Kindergarten)
- Kurzrpraktika von 14 Tagen (vormittags) im Alten- und Pflegeheim
- Kurzpraktika von 14 Tagen (vormittags) in der Großküche einer Akademie
- einwöchiges Praktikum beim Grafiker eines Unternehmens für Design und Verlagswesen
- einwöchiges Praktikum beim sozialen Friedensdienst
- einwöchiges Praktikum in einer Kunstschule, die bereits eine andere Jugendliche mit Down Syndroms über das Persönlichen Budget zur Kunstassistentin ausgebildet hat
- die Jugendliche durfte in ca. 15 Seminaren bei ihrem Vater (Lehrtherapeut) in den Tanz- und Musiktherapeutischen Ausbildungsgruppen eines integrativen Ausbildungszentrums hospitieren.
- andauerndes Praktikum der Jugendlichen im Servicebereich eines Kurhauses bzw. REHA-Klinik (ca.6 Stunden an jeweils zwei Tagen pro Woche). Zu den Tätigkeiten, die sie gemeinsam mit dem Personal vor Ort erledigt, gehören das Abdecken der Tische nach dem Frühstück, die Reinigung der Tische, das neu Decken der Tische (Tischtücher, Gläser, Besteck, Tischschmuck etc.), das Säubern der Zuckerdosen und Pfeffer- sowie Salzstreuer und das Falten der Servietten.

Alle Institutionen, bei denen ein Praktikum absolviert wurde, haben versichert, dass sie die Jugendliche gerne in die für sie möglichen Tätigkeitsfelder einsetzen und zur beruflichen Qualifizierung beitragen würden. Insbesondere die REHA-Klinik, der Grafiker des Unternehmens für Design und Verlagswesen sowie die Ballett- und Gymnastikschule haben festgestellt, dass die Jugendliche sich in diesen Tätigkeitsbereichen sehr gut weiterentwickeln könnte und wären bereit ihre berufliche Qualifizierung zu unterstützen.

2.2 Persönliche Stärken und Fähigkeiten

- Sie ist eine selbstbewusste junge Frau.
- Sie ist sorgsam und achtsam mit sich selbst und Anderen.
- Sie ist hilfsbereit, spürt und sieht, wer Hilfe braucht.
- Sie ist bei klaren und handlungsorientierten Aufgaben konzentriert und ausdauernd.
- Sie kann ihre Bedürfnisse und Wünsche äußern.
- Sie hat einen Selbstwert und ist stolz, wenn sie ihren Arbeitsbeitrag leistet.
- Auf neue soziale Umfelder und Aufgabenbereiche kann sie sich gut einlassen, zeigt Eigeninitiative und individuelle gestalterische Kräfte.
- Sie ist selbstständig mobil in der näheren Umgebung mit dem Fahrrad und dem Bus im Nahverkehr mit einem Abholdienst.

3 Ziel der beruflichen Qualifizierung

Entsprechend ihrer bisherigen Praktika, ihren Wünschen, Stärken und Fähigkeiten wird angestrebt, die Jugendliche zur Tanz- und Serviceassistentin zu qualifizieren. Ihre berufliche Bildung hat damit zwei Schwerpunkte: die Qualifizierung im Servicebereich, durchgeführt in der REHA-Klinik an ihrem Wohnort und die Qualifizierung als Tanzassistentin, durchgeführt in der Ballett- und Gymnastikschule im der Nachbarstadt. Beide Qualifizierungsfelder ergänzen sich sinnvoll und bieten darüber hinaus jeweils die Möglichkeit eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses - entweder in der Tanzschule oder in der Reha-Klinik.

4 Individuelle Förder- und Leistungsziele


4.1 Bezogen auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit

- Weitere Verselbstständigung sowohl im gesellschaftlichen als auch im beruflichen Leben
- Mobilität und Verselbstständigung im öffentlichen Nahverkehr
- Verbesserung ihres Orientierungsvermögens
- Weiterentwicklung der kognitiven Fähigkeiten, wie Sprach-, Lese- und Schreibfähigkeiten, um Kommunikationsbücher zu erstellen, sowie durch Bücher und Zeitschriften neue Welten zu entdecken, Programme und Angebote des öffentlichen Lebens zu erkennen und zu nützen, inklusive PC-Kenntnisse.
- Vermittlung so genannter lebenspraktischer Kenntnisse und Unterstützung zur Bewältigung einer aktiven Freizeitgestaltung
- Verbesserung ihrer Nutzungsmöglichkeiten von Telefon und Handy

4.2 Bezogen auf die Schlüsselqualifikationen

- Verbesserung des Sozialverhaltens im Betrieb und Anpassung an die jeweiligen innerbetrieblichen Regeln
- Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und des Umgangs mit den Kurgästen, Schüler/innen und Gruppen im Tanzbereich
- Verbesserung der sprachlichen Ausdrucksmöglichkeiten / Erweiterung ihres Wortschatzes
- Förderung der Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kritikfähigkeit
- Verbesserung der Kontaktfähigkeit
- Förderung der Fähigkeit zum verantwortlichen Handeln
- Weiterentwicklung ihrer Selbstständigkeit
- Verbesserung der Eigenkontrolle, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit und Entscheidungsfreudigkeit
- Steigerung der Flexibilität
- Erweiterung ihrer sozialen und kommunikativen Kompetenzen für die Teamarbeit, wie Reflexionsfähigkeit, verbale und nonverbale Kooperationsfähigkeit, Perspektivenübernahme und Gesprächsführung.
- Unterstützung bei den sozialen Kontakten zu Gleichaltrigen

4.3 Bezogen auf die berufliche Qualifizierung

Die berufliche Qualifizierung erfolgt im Wesentlichen in zwei verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Zum einen im Hinblick auf die Servicetätigkeit in der REHA-Kurklinik und zum anderen in Richtung auf die Tanzassistenz in der Ballett- und Gymnastikschule. Im Einzelnen sind die beruflichen Qualifizierungsziele der Jugendlichen:
1. Vermittlung und Einarbeitung in Tätigkeiten, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechen (insbesondere in die Servicetätigkeit innerhalb der Kurklinik und in Richtung auf die Tanzassistenz)
2. Entwicklung ihrer individuellen beruflichen Fähigkeiten und Kenntnisse / berufliche Qualifizierung besonders im Bereich Tanz und Service.
Unterstützung und Anleitung dabei erfährt sie durch:
1. die Serviceleitung der Reha-Klinik (Hotelfachfrau mit Ausbilderschein)
2. eine staatlich geprüfte Sport-und Gymnastiklehrerin sowie Sporttherapeutin
3. einen Diplom Bühnentänzer und Schulleiter eines Musical Colleges

Spezielle Qualifizierungen für die Serviceassistentin
- Verselbstständigung der bereits kennen gelernten Servicetätigkeiten in der Reha-Klinik und Erweiterung der einzelnen Aufgabenfelder und Tätigkeiten
- Erweiterung ihrer anfänglichen Tätigkeitsfelder in der Reha-Klinik
- Verbesserung ihrer allgemeinen Arbeits- und Leistungsfähigkeit
- Erhöhung ihres Arbeitstempos
- Übertragbarkeit von gelernten Handlungen / Tätigkeiten auf andere Situationen, hier zum Beispiel in unterschiedliche Seminartätigkeiten
- Verbesserung der Feinmotorik
- allgemeine Förderung der beruflichen Integration und Eingliederung

Spezielle Qualifizierungen als Tanzassistentin
Als Tanzassistentin könnte die Jugendliche im Anschluss an die berufliche Bildung mit Kindergarten-, Schul- und Tanzschulgruppen - stets in Zusammenarbeit mit einer Tanzlehrerin - arbeiten. Dazu sollen im Verlauf der Qualifizierungsmaßnahme verschiedene Einsatzbereiche bzw. Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, evtl. Altenheime) für die Jugendliche als Tanzassistentin erschlossen werden, so dass ihre Haupttätigkeit als Tanzassistentin langfristig außerhalb der Tanzschule angesiedelt ist. Gemeinsam mit der Tanzlehrerin kann sie dann in verschiedenen Einrichtungen tätig sein.
Dafür muss sie sich folgende tanzpädagogische Kenntnisse und Kompetenzen aneignen:
- Funktionale Bewegungsschulung zur Aufwärmung: die Jugendliche soll den Gruppenmitgliedern zeigen, wie man vor dem eigentlichen Tanz sich körperbewusst erwärmt. Sie zeigt die Übungen zum Strecken, Dehnen, Lockern, zur Kreislaufanregung sowie zur Haltungsaufbau der Gruppe, macht sie vor und animiert zum Mitmachen.
- Erwerb der Kenntnisse und Bewegungsmuster über einzelne Tanzrichtungen mit dem Ziel, diese Kindern oder Erwachsenen zu vermitteln, um eine Vielfalt von Gefühlen und Ausdrucksformen bei den Gruppenteilnehmer/innen zu ermöglichen. Zum Beispiel zeigt die Jugendliche der Gruppe tänzerisch, wie im Walzertanz das Gefühl von fröhlichen, ausgelassenen Drehungen und Schwingungen getanzt werden kann und was die Arme und die Beine/Füße dabei tun sollen und wie man den Schwindel bewältigen könnte, z. B. indem man seine Gliedmaßen ausschwingen lässt oder sich elegant, vielleicht auch lustig, auf den Boden gleiten oder fallen lässt.
- Ein zweites Beispiel zur Tangomusik: die Jugendliche zeigt mit einem Partner/mit einer Partnerin, wie spannungsreiche, konzentrierte Bewegungen im intensiven Kontakt zu zweit getanzt werden können. Die Paare sind durch zwei Seile miteinander verbunden und müssen sich aufeinander einstellen und sich, im wahrsten Sinne des Wortes, in der Tanzbewegung aufeinander beziehen.
- Beim Vermitteln von Tanztechniken, zum Beispiel im Bauchtanz oder afrikanischem Tanz, soll die Jugendliche lernen ihre Tanzkompetenzen animierend und motivierend an die Gruppenmitglieder heranzutragen.
- Mitgestalten von Kostümen, Bühnenbildern, Medien und der Musikauswahl entsprechend dem Unterrichtsthema (z. B. Wellenbewegung mit Tüchern zur Musik von Smetana "Die Moldau").

5 Individueller Eingliederungsplan

Die Qualifizierung als Serviceassistentin
Der Einsatzort für die Serviceassistentin ist im Servicebereich der REHA-Klinik (ca. 6 Stunden an jeweils zwei Tagen pro Woche) und soll folgende Tätigkeiten beinhalten:
- nach dem Frühstück Tische abdecken
- Tische reinigen
- Tische neu eindecken (Tischtücher, Gläser, Besteck, Tischschmuck etc.)
- Zuckerdosen, Pfeffer- und Salzstreuer säubern
- Servierten falten
- Helfen bei der Essensvorbereitungen in der Küche
- Putzdienste
- Hygienevorschriften beachten und anwenden

Diese Tätigkeiten werden zunächst durch die Leiterin des Servicebereichs oder einem Teammitglied mit der Jugendlichen zusammen erarbeitet und auch gemeinsam verrichtet. Auf längere Sicht sollen diese bereits kennengelernten Tätigkeiten selbstständig verrichtet werden, ihre Arbeitszeit erweitert und ihre einzelnen Arbeitstätigkeiten ausgedehnt werden. Bei der Einweisung und Anleitung im Sinne der beruflichen Qualifizierung, wird neben der Entwicklung von Hilfssystemen (Tagesplan, Trichter zum Befüllen der Zuckerstreuer usw.) im Besonderen auf die Förderung folgender Punkte geachtet: Feinmotorik, Eigenkontrolle, Sorgfältigkeit, Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Belastbarkeit, Ausdauer und Arbeitstempo. Durch die gezielte Einübung einzelner Arbeitsschritte und -tätigkeiten soll eine Maximierung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit erreicht werden.

Notwendig sind überschaubare Tätigkeitsbereiche und strukturierte und einfache Arbeitsabläufe. Aus diesem Grund und weil die erlernten Tätigkeiten in jedem Betrieb wieder in anderer Weise umgesetzt werden, steht für die Jugendliche die arbeitsplatzorientierte Qualifizierung im Vordergrund, d.h. die Einarbeitung, qualifizierende Anleitung und Unterstützung erfolgt orientiert an den Erfordernissen des jeweiligen Arbeitsplatzes (analog den Prinzipien der Unterstützten Beschäftigung).

Qualifizierungsbereich Tanzassistenz
Die Qualifizierung zur Tanzassistentin findet an verschiedenen Einsatzorten für insgesamt 12 Stunden wöchentlich statt. Anfangs erfolgt die Qualifizierung vermehrt in der Ballett- und Gymnastikschule. Es ist jedoch geplant, die Einsatzbereiche wie folgt zu wählen:
a) In der Ballett- und Gymnastikschule (4 Std. pro Woche). Dort wird eine eigene Tanzgruppe eingerichtet werden, in der die Jugendliche sich als Tanzassistentin erproben und in der sie weiter qualifiziert werden kann.
b) Für den Integrativen Kindergarten an ihrem Wohnort (4 Std. pro Woche) besteht ebenfalls die Zusage eines zweiten Einsatzortes durch die Leiterin.
c) Als drittes Standbein für weitere Einsatzorte hat die Schulrätin eine Kooperation mit den Grundschulen, den Förderschulen und in den Integrationsklassen des Kreises in Aussicht gestellt (ebenfalls geplant für 4 Std. pro Woche).

Somit bestehen im Moment zwei feste Einsatzorte für die Qualifizierung zur Tanzassistentin und weitere sind im Bereich Schulen des Kreises geplant.

Unterstützung und Anleitung, bei all diesen Einsatzorten, erfährt sie durch die staatlich geprüfte Sport- und Gymnastiklehrerin und Sporttherapeutin.

Die Qualifizierung als Tanzassistentin soll folgende Tätigkeiten beinhalten:
Teile der Aufwärmung im Tanzunterricht übernehmen, das Thema, die Medien und die Musik gemeinsam mit Ihrer Lehrerin zu wählen, vorzubereiten und durchzuführen. In diesen Arbeitsfeldern gilt es für die Jugendliche zu lernen, ihre Fähigkeit, andere in die Bewegung und in den Tanz zu führen, gezielt und pädagogisch sinnvoll einzubringen. Als Vorbild wirkt sie befreiend und ermutigend auf Kinder und Erwachsene, die sich wenig in Bewegung und Tanz zutrauen.

Einige Beispiele für die einzelnen Qualifizierungsinhalte:
- Bewegungsfreiheit zu erschließen, vielfältigeres Bewegungsrepertoire zu erarbeiten und eine ansteckende Freude im Tanz zu erwirken, z. B. im Tanz mit Tüchern, Seilen, Luftballons, Zeitungspapier, Masken, Tanz-Sack, Fallschirmtuch, etc. Dazu ist es wichtig, die Kompetenzen der Jugendlichen in der Auswahl der Medien zu erweitern.
- Andere Menschen im Tanz zu erfassen, zu spiegeln und nonverbal, tänzerisch mit ihnen zu kommunizieren, z. B. mit einem Kind, das eine spastische Beeinträchtigung hat, gemeinsam zu tanzen, die Jugendliche ahmt die Bewegungen des Kindes nach und ergänzt diese mit ihren eignen Bewegungen, so dass das Kind eine neue Bewegungsart bei sich entdecken kann.
- Improvisation, Gruppentänze mitzugestalten, z. B. die Jugendliche steht in der Kreismitte, gibt Bewegungen vor und die Gruppe wiederholt die Bewegungen, danach kommt ein anderes Kind in die Kreismitte und leitet die Gruppe an.
- Gefühle leben, ausdrücken und beantworten zu können in der verbalen Kommunikation sowie auch im Tanz (z. B. Tanzreise "Die Vögel") und in der Sprache anzuleiten, z. B. die Jugendliche erzählt und bewegt sich gleichzeitig: "alle Vögel fliegen durch die Luft mit weiten großen Flügeln, alle setzen sich auf einen schwingenden Ast, jetzt heben die Vögel wieder ab und fliegen zu einer großen Pfütze, baden sich in der Pfütze und trinken Wasser, jetzt hüpfen sie weiter auf die Wiese, picken und zerren einen dicken Wurm aus der Erde und verschlingen ihn. Dann sind alle Vögel ganz müde und fliegen in ihr Nest, stecken ihren Kopf unter einen Flügel und schlafen ein.'

6 Qualitätssicherung

Im Rahmen des Persönlichen Budgets geht die Verantwortlichkeit der Qualitätssicherung vom Kostenträger auf den Budgetnehmer über. Das heißt, die Jugendliche entscheidet selbst darüber, ob diese Form der Qualifizierung für sie zufrieden stellend verläuft. Über den Qualifizierungsverlauf wird im vierteljährlichen Abstand und am Ende der beruflichen Bildung je ein Bericht einer Sozialpädagogin vom Elternverein und von der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte des Landesverbandes der Lebenshilfe vorgelegt, die die geleisteten Qualifizierungsinhalte und Lernfortschritte darlegen.

Dazu braucht die Jugendliche die Unterstützung von zwei erfahrenen Personen, die von Zeit zu Zeit vor Ort die Entwicklung beobachten. Dafür sollen eine Person aus einem Projekt des Teams des Elternvereins und die Assistentin des geschäftsführenden Vorstandes der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte des Landesverbandes der Lebenshilfe eingesetzt werden.

7 Geplanter Einsatz

- 12 Stunden Serviceassistentin in der Reha-Klinik, an 2 Tagen die Woche mit 6 Stunden pro Tag
- 12 Stunden Tanzassistentin in der Ballett- und Gymnastikschule, dem Integrativen Kindergarten und den Schulen im Kreis (in Planung), an 4 Tagen die Woche mit 3 Stunden pro Tag
- 8 Stunden:
1. Kulturtechniken, Mobilitätstraining, Handytraining, Arbeit mit dem i-Pad bzw. Computer zur Erstellung der Kommunikationsbücher - diese sind für ihre eigene Entwicklung, für die Vertiefung des Gelernten und für die Reflexion ihrer Tätigkeiten wichtig. Die Benutzung des i-Pad hilft ihre einzelnen Einsatzorte und Tätigkeiten im Laufe einer Woche zu strukturieren und zu dokumentieren. Sie soll mit diesem Instrument auch regelmäßige Arbeitsberichte erstellen (2 Std. pro Woche).
2. Einzelunterricht für die Tanzassistentin (6 Stunden die Woche)

Förderung:

Das Persönliche Budget für die berufliche Bildungsmaßnahme bzw. Qualifikation wurde von der Arbeitsagentur nach der Beantragung genehmigt und entsprechend gefördert. Die Jugendliche erhält außerdem nach Beantragung für den Zeitraum der Bildungsmaßnahme von der Arbeitsagentur ein Ausbildungsgeld.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen.



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

Pb/110793



Informationsstand: 28.09.2012