Inhalt

in Praxisbeispielen blättern

  • Beispiel

Angaben zum Praxisbeispiel

Von Werkstatt für behinderte Menschen zur Festanstellung in der Produktion für einen Mann mit einer geistigen Behinderung

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt mit seinen acht Mitarbeitern Förderbandkomponenten her.

Kommentar des Arbeitgebers zur beruflichen Teilhabe des Mitarbeiters:

"Dass mein Mitarbeiter vorher in der Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet hat, spielte für mich keine Rolle. Mir war nur wichtig, dass er mit den Aufgaben hier klarkommt. Im Praktikum hat er gezeigt, dass er es kann, und ich habe ihn eingestellt. Bei der Arbeit wie auch privat ist er selbstbewusster und selbstständiger geworden - er traut sich immer mehr zu."

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine geistige Behinderung. Er hat Einschränkungen beim Lernen, Merken und bei der Erfassung von komplexen Zusammenhängen sowie Abläufen. Er benötigt deshalb einzelne, klar strukturierte sowie nicht zu komplexe Arbeitsanweisungen und eine entsprechend angepasste Einarbeitung.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Der Mann besuchte eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Da er nach der schulischen Ausbildung aufgrund fehlender Kompetenzen keinen Arbeitsplatz finden konnte, wurde er vom Reha-Team der Arbeitsagentur an eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vermittelt. Im Rahmen des dreimonatigen Eingangsverfahrens in der WfbM wurde zunächst ermittelt für welche Tätigkeiten er eingesetzt werden kann und dementsprechend eine berufliche sowie persönliche Förderung festgelegt. Nach dem Eingangsverfahren wurden im Berufsbildungsbereich zwei Jahre lang die fachpraktischen Fähigkeiten (Metallbearbeitung, Materialtransport mit Flurförderzeugen bzw. Gabelhubwagen usw.), die Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeitsentwicklung geschult sowie gefördert. Im Anschluss erfolgte eine weitere Beschäftigung in der Schlosserei der WfbM. Während der Zeit in der WfbM hatte sich der Mann soweit entwickelt, dass er auf eigenen Wunsch und mit Hilfe eines Integrationsfachdienstes in ein Praktikum bei einem Schmiedebetrieb vermittelt werden konnte. Trotz guter Leistungen konnte er dort aber nicht übernommen werden. In einem weiteren sechswöchigen Praktikum bei seinem jetzigen Arbeitgeber, wurde der Mann zunächst in allen Bereichen eingesetzt. Zu Beginn musste er viel Neues lernen. Er wurde aber während dieser Zeit schrittweise an die Aufgaben herangeführt. Nach Beendigung des Praktikums wurde der Mann vom Arbeitgeber, aufgrund der guten Leistungen, fest angestellt.
In REHADAT finden Sie auch Adressen zu und Literatur über Werkstätten für behinderte Menschen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der behinderte Mitarbeiter wird in allen Bereichen des Unternehmens als Hilfskraft eingesetzt. Beispielsweise transportiert er Material für die Fertigung mit einem Elektro-Gabelhubwagen oder schleift Rohre. Dabei wird auch weiterhin von den Kollegen berücksichtigt, dass sie ihm die Arbeitsaufträge nacheinander erteilen.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Eigendarstellung des Mitarbeiters zur beruflichen Teilhabe:

"Meine neuen Kollegen haben mich sofort gut aufgenommen und mir gezeigt, welche Arbeit erledigt werden muss. Als mein Chef mich gefragt hat, ob ich mir zutraue,
etwas zu schleifen, habe ich das mit ihm zusammen ausprobiert. Inzwischen schleife ich oft Rohre und habe dabei meinen eigenen Stil entwickelt."

Förderung:

Der für den vom Arbeitgeber neugeschaffene Arbeitsplatz erforderliche Elektro-Gabelhubwagen wurde vom Integrationsamt gefördert. Der Arbeitgeber erhielt außerdem vom Integrationsamt eine Einstellungsprämie und einen Lohnkostenzuschuss. Die Gewährung der Einstellungsprämie und des Lohnkostenzuschusses wurden durch spezielle Sonderförderprogramme ermöglicht.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.- Nummern der Integrationsämter und der Integrationsfachdienste.



Link:

REHADAT-talentplus zum Thema Sonderförderprogramme



Schlagworte und weitere Informationen

  • Arbeitgeber /
  • Arbeitnehmer /
  • Arbeitsaufgabe /
  • Arbeitsmittel /
  • Arbeitsorganisation /
  • Arbeitsplatzgestaltung /
  • Auffassung /
  • berufliche Rehabilitation /
  • Berufsbildungsbereich /
  • Betreuung /
  • Coaching /
  • Einarbeitung /
  • Eingliederungszuschuss /
  • Erwerbstätigkeit /
  • Fortbildung /
  • Gabelhochhubwagen /
  • Gabelhubwagen /
  • geistige Arbeit /
  • geistige Behinderung /
  • Hebegerät /
  • Hilfskraft /
  • Hilfsmittel /
  • Hubhilfe /
  • Hubwagen /
  • Industrie /
  • Integrationsamt /
  • Integrationsfachdienst /
  • KMU /
  • Lernen /
  • Lohnkostenzuschuss /
  • Material /
  • Materialtransport /
  • Merken /
  • Metall /
  • Metallbearbeitung /
  • Neueinstellung /
  • Organisation /
  • Portal Gute Praxis / Ausbildung und Qualifizierung /
  • Portal Gute Praxis / Praktikum und Probebeschäftigung /
  • Praktikum /
  • Produktion /
  • Produktionshelfer /
  • Qualifizierung /
  • Schleifen /
  • Selbständigkeit /
  • Talentplus /
  • technische Beratung /
  • Teilhabe /
  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Transport /
  • Transportgerät /
  • Transporthilfe /
  • Transportwagen /
  • Übergang Schule-Beruf /
  • Übergang Werkstatt für behinderte Menschen-Allgemeiner Arbeitsmarkt /
  • Vollzeitarbeit /
  • Werkstatt für behinderte Menschen

  • IMBA - Arbeitsplanung /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Auffassung /
  • IMBA - Lernen/Merken /
  • IMBA - Problemlösen /
  • IMBA - Selbständigkeit /
  • IMBA - Umstellung /
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen) /
  • MELBA - Arbeitsplanung /
  • MELBA - Auffassung /
  • MELBA - Lernen/Merken /
  • MELBA - Problemlösen /
  • MELBA - Selbständigkeit /
  • MELBA - Umstellung /
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)


Referenznummer:

Pb/110756



Informationsstand: 25.05.2012