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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Teilhabe für eine Jugendliche mit Down-Syndrom in einer Bildungsstätte als Bürohilfskraft

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Bildungsstätte, die eine Jugendliche mit einer Schwerbehinderung eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Betreuung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Arbeitgeber nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte die Jugendliche individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Jugendlichen:

Die Jugendliche hat das Down-Syndrom und ist geistig behindert. Behinderungsbedingt hat sie Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Sie benötigt daher mehr Zeit, um Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen. Es ist wichtig für sie klare, eindeutige und nicht zu komplexe Arbeitsanweisungen zu erhalten.

Übergang Schule - Beruf:

Die Jugendliche besuchte eine Montessori-Schule. Mit Hilfe der Schule wurde der Kontakt zum Integrationsfachdienst hergestellt. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Jugendliche vom Integrationsfachdienst betreut und in verschiedene Praktika vermittelt. Unter anderem absolvierte sie auch ein Praktikum bei ihrem jetzigen Arbeitgeber. Im Rahmen des Praktikums wurde sie mit Hilfe eines Job-Coaches des Integrationsfachdienstes über ein Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining direkt am Arbeitsplatz qualifiziert und eingearbeitet. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit beim Arbeitgeber möglich wurde. Neben den Vorgaben durch die Arbeitsanforderungen bzw. den Arbeitgeber wurden auch die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt. Nach dem Praktikum bzw. Ende des Arbeitstrainings erhielt die Jugendliche einen Arbeitsvertrag auf Teilzeitbasis als Bürohilfskraft, so dass sie direkt nach dem Verlassen der Schule an ihren Arbeitsplatz wechseln konnte. Die Einstellung basierte dabei im Wesentlichen auf die erworbenen bzw. vorhandenen beruflichen Fertigkeiten, der positiven Arbeitseinstellung, der Zuverlässigkeit, der Genauigkeit und dem guten Kontakt zu den Kollegen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Jugendliche arbeitet beim Arbeitgeber in einem Büro. Zu ihren Aufgaben gehören das Kopieren, das Schreiben von Rechnungen sowie Überweisungen, das Erstellen von Listen am Computer und das Verteilen der Post.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Für den Arbeitsweg nutzt die Jugendliche selbständig die öffentlichen Verkehrsmittel.

Förderung und Mitwirkung:

Die Arbeitsagentur zahlte dem Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe und außerdem die Dienstleistung des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • IMBA - Auffassung /
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  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)


Referenznummer:

Pb/110729



Informationsstand: 28.07.2015