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Angaben zum Praxisbeispiel

Beschäftigung von Mitarbeitern mit Schwerbehinderung in einem holzverarbeitenden Inklusionsbetrieb

Arbeitgeber:

Der auf Holzverpackungen spezialisierte Betrieb ist ein Inklusionsbetrieb und stellt standardisierte oder individuell gefertigte Einwegpaletten und Kisten her. Der Arbeitgeber ist Handwerksmeister und war vor Gründung des Unternehmens Leiter einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Schwerbehinderung, wusste er wie leistungsfähig diese sein können. Er entschloss sich deshalb besonders Menschen mit einer Schwerbehinderung einzustellen, die er überwiegend von einem Integrationsfachdienst vermittelt bekam bzw. bekommt. Von den 18 Mitarbeitern des Inklusionsbetriebes sind 10 schwerbehindert.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiter:

Zu den Mitarbeitern mit einer Schwerbehinderung gehört auch ein Mann mit einer geistigen Behinderung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt mehr Zeit, um Zusammenhänge zu verstehen und zu erkennen. Es ist wichtig für ihn klare und eindeutige Arbeitsanweisungen zu erhalten, um diese Schritt für Schritt ausführen zu können.

Übergang Schule - Beruf:

Der Mann besuchte eine Förderschule für geistige Entwicklung und verließ diese mit dem Hauptschulabschluss. Nach seiner letzten Tätigkeit als Hilfskraft war der Mann zwei Jahre lang arbeitslos. In Zusammenarbeit mit dem Reha-Team der Arbeitsagentur wurde der Mann über einen Integrationsfachdienst an seinen jetzigen Arbeitgeber vermittelt. Dort absolvierte er, wie auch die anderen Mitarbeiter und Kandidaten, zuerst ein vierwöchiges Praktikum zur Arbeitserprobung. Im Rahmen des Praktikums wurde er unter Anleitung in der Palettenproduktion eingesetzt, um einschätzen zu können, ob er mit der entsprechenden Betreuung die zur Fertigung der Paletten erforderlichen Arbeiten ausführen kann. Im Anschluss daran wurde er vom Arbeitgeber fest eingestellt. Die Betreuung und Einarbeitung der Mitarbeiter erfolgt durch den Integrationsfachdienst und Arbeitgeber bzw. Handwerksmeister, der über eine zusätzliche sonderpädagogische Ausbildung verfügt.

Förderung und Mitwirkung:

Die Gründung des Inklusionsbetriebes wurde im Rahmen der übernommenen Regelförderung für Investitionszuschüsse (pro Arbeitsplatz) aus dem früheren Landesprogramm 'Integration unternehmen!' vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und Integrationsamt gefördert. Außerdem erhält der Arbeitgeber vom Integrationsamt eine Betreuungsaufwandsentschädigung und einen Beschäftigungssicherungszuschuss (Minderleistungsausgleich) zur Kompensation der außergewöhnlichen Belastung und von der Arbeitsagentur einen zeitlich befristeten Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe für die vorher arbeitslosen Mitarbeiter.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter und der Arbeitsagenturen.



Link:

Landesprogramm 'Integration unternehmen!' vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen



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Referenznummer:

Pb/110713



Informationsstand: 04.01.2018