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Arbeitsgestaltung

Menschen mit Behinderung benötigen meist bestimmte Anpassungen für den Arbeitsplatz. Eine behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung ermöglicht ihnen den Einstieg, Verbleib oder Wiedereinstieg in das Arbeitsleben.

Was ist zu berücksichtigen?

Für die Ausübung eines Berufes sind bestimmte Fähigkeiten erforderlich, die im direkten Zusammenhang mit den Anforderungen durch die auszuübende Tätigkeit stehen.

Bei Menschen mit Behinderung kommt es durch ausgefallene oder eingeschränkte Fähigkeiten zu Abweichungen bzw. Überforderungen, die ohne entsprechende Maßnahmen die Ausübung eines Berufes erschweren oder verhindern. Im Rahmen einer Arbeitsanalyse (z. B. durch ein Profilvergleichsverfahren) können diese Überforderungen ermittelt werden.

Was kann getan werden?

Durch eine behinderungsgerechte / barrierefreie Arbeitsgestaltung bzw. Gestaltung

  • des Arbeitsplatzes / Arbeitsraumes (Einsatz technischer Arbeitshilfen usw.),
  • der Arbeitsmittel (Möbel, Werkzeuge, Maschinen, Geräte, Fahrzeuge usw.),
  • der Arbeitsorganisation (Arbeitszeit, Arbeitsablauf, Pausen, usw.) und
  • der Arbeitsumgebung / des Arbeitsumfeldes (Klima, Beleuchtung, Lärm, Zugangs- und Verkehrswege, Sanitäreinrichtungen usw.)

können die ermittelten Überforderungen und Einschränkungen ausgeglichen und die vorhandenen Fähigkeiten unterstützt werden.

Spezielle Institution wie beispielsweise die Integrationsämter und Arbeitsagenturen bieten dazu Unterstützung durch den Technischen Beratungsdienst (TBD) und Fördermittel an.

Hinweis:

Ist ein Ausgleich der eingeschränkten Fähigkeiten durch eine Arbeitsgestaltung nicht möglich, so kann die für den Arbeitgeber evtl. bedingte außergewöhnliche Belastung, z. B. durch einen erforderlichen Betreuungsaufwand oder eine verringerte Arbeitsleistung, finanziell durch das Integrationsamt kompensiert werden.

Praxisbeispiele (397)

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