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Geistige Behinderung

Geistige Behinderung bezeichnet als zentrales Merkmal eine verzögerte oder verringerte mentale Entwicklung. Die Ursachen sind genetisch bedingt wie durch das Down-Syndrom oder erworben, beispielsweise durch Sauerstoffmangel bei der Geburt oder Hirnhautentzündung.

Eine geistige Behinderung kann beispielsweise von der Denkfähigkeit und dem sozial-emotionalen Verhalten unterschiedlich ausgeprägt sein und macht sich früh bemerkbar.

Hinweis:

Ergebnisse von Intelligenztests oder der Grad der Behinderung (GdB) ermöglichen kaum Aussagen darüber, welchen Anforderungen ein geistig behinderter Mensch an einem Arbeitsplatz gewachsen ist.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (z. B. Lesen, Schreiben, Rechnen, Nachmachen, Denken)
  • Informieren / Kommunizieren (z. B. Konversation / Diskussion, Gehörtes und Geschriebenes verstehen / interpretieren)
  • Leistungsfähigkeit
  • Mobilität (z. B. Transportmittel benutzen, Fahrzeuge fahren)
  • Sozialverhalten (z. B. Interaktion mit und Beziehung zu Kollegen / Vorgesetzten)
  • auf die Gesundheit achten bei Gefahren

Was kann getan werden?

  • Einbeziehung des Integrationsfachdienstes (IFD)
  • Werkstatt für behinderte Menschen WfbM zur Qualifizierung und Beschäftigung oder als Übergang zum allgemeinen Arbeitsmarkt
  • Unterstützte Beschäftigung (UB) und Betreuung durch Bezugsperson (Kollege)
  • Praktika oder Probebeschäftigung
  • lange Einarbeitung mit Hilfestellung / Einsatz bei einfachen Routinetätigkeiten
  • Arbeitsanweisungen überschaubar / klar strukturieren und leicht verständlich formulieren
  • finanzielle Kompensation der geringeren Arbeitsleistung und des Betreuungsaufwandes
  • soziale Kontakte im Unternehmen fördern
  • Gefahrenquellen am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung beseitigen

Praxisbeispiele (56)

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