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Behinderung durch Sucht

Die Behinderung entsteht durch eine Suchterkrankung und führt zu einer Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten oder anderen Suchtmitteln mit entsprechenden körperlichen, geistigen und seelischen Auswirkungen und Einschränkungen.

Hinweis:

Bei Auffälligkeiten, die auf ein Suchtproblem hindeuten könnten, sollten nach Ansicht von Suchtexperten weder Vorgesetzte noch Kollegen wegsehen oder das Verhalten gar decken – das Problem würde sich so nur verschlimmern. Denn vielfach fehle den Betroffenen die Einsicht, überhaupt suchterkrankt zu sein.

Welche Fähigkeiten und Aktivitäten können betroffen sein?

  • Lernen / Wissensanwendung (z. B. Denken, Merken, Probleme lösen)
  • psychisch (z. B. Zuverlässigkeit, Motivation, Wahrnehmung der äußeren Wirklichkeit)
  • Sozialverhalten (z. B. Interaktion mit und Beziehung zu Kollegen / Vorgesetzten)
  • Leistungsfähigkeit
  • Selbstversorgung (Körper- und Kleiderpflege, Ernährung)
  • auf die Gesundheit achten (erhöhte Unfallgefahr)

Was kann getan werden?

  • Prävention (System zur betrieblichen Suchtprävention aufbauen / anwenden, Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM)
  • Erkennen durch Vorgesetzte mit der Formulierung klarer Forderungen und Konsequenzen
  • Hilfsangebote (betrieblicher Suchthelfer / externe Institutionen der Suchtkrankenhilfe)
  • körperliche Entgiftung / Therapie
  • Selbsthilfegruppe
  • stufenweise Wiedereingliederung
  • Veränderung der Arbeitsorganisation (z. B. zur Stressreduzierung)
  • rechtzeitig informieren über Veränderungen und klar / eindeutig kommunizieren
  • soziale Kontakte im Unternehmen fördern
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